Trassengebühren für Güterverkehr auf dieser Strecke erhöhen (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Donnerstag, 13.09.2012, 21:27 (vor 4961 Tagen) @ Twindexx

Das Zitieren der Kommentare hättest du dir auch ersparen können. Ich habe nie gesagt, dass ich die Ansichten des Professors oder der FDP teile.

Die Kommentare zeigen ein Meinungsbild der Schweizer Bevölkerung, und auf die kommt es an, ob diese Idee umgesetzt wird oder nicht. Deshalb habe ich sie zitiert.

Solange die Einnahmen nicht die gesamten Ausgaben decken, ist die Kostenwahrheit nicht hergestellt.

Die externen Kosten sind zum großen Teil keine Ausgaben, sondern Scheinkosten.

Was für ein blühender Unsinn! Die Kosten müssen doch auch heute schon gedeckt werden, wie wäre das möglich, wenn das unbezahlbar wäre?


Sie werden von der Allgemeinheit durch Steuern abgegolten.

Nein, eben nicht! Die externen Kosten werden zum größten Teil überhaupt nicht abgegolten oder entstehen nicht mal als tatsächlich abzugeltende Kosten, sondern nur als empfundener Nachteil, dessen Gewicht trotz dieser Studie aber Ansichtssache bleibt. Zum Beispiel Mietzinsausfälle wegen Lärm. Wenn auf einmal aller Straßenverkehr verschwände, würden die Gesamtsumme aller gezahlten Mieten in der Schweiz deswegen nicht steigen, deswegen braucht da auch nichts abgegolten werden. Oder die "immateriellen" Gesundheitsschäden oder die Klimaschäden. Es wird der Eindruck erweckt, als müsse die Allgemeinheit wegen des Straßenverkehrs knapp 9 Mrd. CHF mehr an Steuern zahlen, dem ist aber nicht so.

Aber Kostenwahrheit hiesse, dass die Kosten direkt dem Verursacher beim Bezug der Leistung verrechnet werden. Und das würde nunmal auf einen Schlag zu etwa doppelt so hohen Preisen bei allen Verkehrsträgern führen.

Jetzt auf einmal nur noch doppelt so hoch? Aber egal, mit welchen Rechnungen man die Leute beeindrucken will, für sie wird zählen, was sie nicht theoretisch, sondern ganz real zahlen müssen. Die werden die Schweiz mit anderen Ländern vergleichen und nicht einsehen, warum sie schlechter leben sollen. Wenn z.B. den Schweizern der Klimaschutz so wichtig wäre, wie die ARE-Studie unterstellt, warum kaufen sie dann so viele Protzmobile?


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