Elektro-Argumente nicht ganz überzeugend. (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 12.09.2012, 00:03 (vor 4956 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 12.09.2012, 00:08

Hallo 218 466-1,

Hallo Oscar (NL),

Laut S21 sind keine weiteren FV-Züge für die Südbahn vorgesehen. Von den aktuell verkehrenden Zügen würden die stündlichen IRE (Stuttgart-)Ulm-Lindau mit 146.2 statt 218 fahren [1], und IC 118/119 mit 101 statt 2x218 [2]. IC 1218/1219 soll künftig nur noch in eine Richtung fahren (siehe anderen Beitrag in diesen Thread).


Zu [2]: IC 118/119 kann man auch mit den Mehrmotoren-TRAXX fahren.
So ganz zeitkritisch sind die Fernzüge auf diesem Abschnitt nicht, sie dienen an erster Stelle für die Direktverbindung Arlberg-Süddeutschland.

IC 118/119 sind aber in den IRE-Takt integriert, die dann auf 60 Minuten Fahrzeit Ulm-Friedrichshafen beschleunigt werden sollen. Eine 245 mit 8 Wagen könnte diese Fahrzeiten nicht halten und nach 2025 wird der Einstz von Bpmz trotz Redesign schwirig. Den iCx könnte man auch mit Dieselvorspann fahren aber das würde die Sinnhaftigkeit dieser Verbindung in Frage stellen.

Die IRE Ulm-Basel (VT 611) fahren laut S21 Lindau-Basel [3] und werden auf der Südbahn durch die NBS-IRE Würzburg-Lindau ersetzt (vsl. ebenfalls Dosto mit 146.2).


Also verbleibt nur noch die Direktverbindung Stuttgart-Lindau über die (noch zu bauen) Rennbahn als Argument für die Elektrifizierung. Dafür wird aber die Direktverbindung Ulm-Lindau-Basel aufgegeben.
Offenbar erwartet DB, dass Fahrgäste Ulm-Basel die Rennbahnen benutzen (via Karlsruhe). Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Umweg schneller ist, dafür aber schon sicher, dass die Strecke via Lindau den Fahrgast weniger kosten wird (weil Nahverkehr = Verbundkarten anerkannt).

Ulm-Lindau-Basel geht nur via Kempten. Diese Version gab es 1993-2001 aber noch mit 218+Bnrz+ABnrz+Bnrdzf.
Die 611-IRE fahren Ulm-Friedrichshafen-Basel und fahren an Lindau vorbei, bis auf ein Zugpaar, das heuer Lindau-Friedrichshafen-Basel fährt, so wie es 2001-2005 war und bei S21 wieder werden soll. Allerdings denkt die BEG über Verbindungen (Nürnberg-)Augsburg-/München-Kempten-Lindau-Basel mit VT 612 nach.
Die vorhandenen IRE Stuttgart-Lindau via Altstrecke bleiben laut S21 als IRE Karlsruhe-Lindau erhalten.
Ohne Elektrifizierung fallen auch die ggf. Durchbindungen nach Bludenz/St. Gallen weg.

Die BOB und HzL mit ihren 650 müssen sich dann neue ET beschaffen.


Aber auch nur, wenn die nur über die Südbahn fahren.
Bei einem Abstecher nach Kißlegg bringen Elektrotriebwagen auch wenig. Sehr wenig sogar...:)

Die BOB fährt nur Friedrichshafen-Aulendorf. Die Hzl (Tübingen-Sigmaringen-Aulendorf) fährt an W(Sa) einzelne Durchläufe bis Ulm.
Bei S21 ist für Aulendorf-Kißlegg s.i.w. die Verlängerung der IRE Stuttgart-Tübingen-Sigmaringen-Aulendorf (ebenfalls 611) und der Hzl bis Kißlegg vorgesehen. Aktuell wird Aulendorf-Kißlegg von den Umweglinien RB Aulendorf-Kißlegg-Memmingen-Ulm (DB-650) und RB Aulendorf-Kißlegg-Lindau-Friedrichshafen (628.4) bedient.
Die Verbindung Ulm-Stuttgart-Gäubahn-Singen-Basel könnte preiswerter werden, falls die SBB für den Fortbestand der IC Stuttgart-Zürich tatsächlich mit der NVBW zusammenarbeiten sollte und diese IC dann zwischen Stuttgart und Singen als IRE oder RE fahren. Umsteigen muss man in Stuttgart bzw. Karlsruhe bzw. Friedrichshafen ohnehin.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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