Fehlinvestition Schnellzug St.Gallen-Konstanz? (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Samstag, 08.09.2012, 23:08 (vor 4965 Tagen) @ Twindexx

Auch die NBS Stuttgart-Ulm ist so ein konzeptloses Einzelstück. Anstatt dass man im Rheintal, wo der Schuh heute schon mehr als drückt, endlich mal den Ausbau fokussiert, wird bei Ulm eine SFS auf Vorrat gebaut. In Deutschland fehlt einfach ein Landesweites Konzept, bri dem die Projekte nach klaren Prioritäten abgearbeitet werden und deren Finanzierung jeweils schon bei Aufnahme in den Verkehrswegeplan gesichert ist.

Interessanterweise favorisiert Deutschland Neubaustrecken in der Pampa, statt Bestandsstrecken auszubauen. Im Rheinteil wäre es dringend, aber zugegeben, die ABS ist da eigentlich eine NBS in räumlicher Nähe zur Bestandsstrecke. Topographisch aber einfacher als Stuttgart-Ulm. Dass eine NBS Ebensfeld-Erfurt-Halle gebaut, der Ausbau Fürth-Ebensfeld aber aufgeschoben wird (zur Erklärung für Schweizer: Die Gegend ist da so flach, das kennt Ihr gar nicht!), ist ein Witz. Man hat ja zwei Möglichkeiten um ein Netz auszubauen:
Die französische, italienische und spanische Methode ist, möglichst lange zusammenhängende SFS zu bauen, ohne Rücksicht auf das Bestandkonzept. Die Fahrzeitgewinne sind enorm (würde einer SFS Berlin-Nürnberg-München entsprechen). Oder dann wie die Schweizer ein Konzept aufstellen und ausgehend von den Notwendigkeiten die zur Erfüllung des Konzeptes notwendig sind, zu bauen (soweit finanzierbar). Deutschland macht weder das eine noch andere und schon gar nichts dazwischen. Sondern verteilt nach dem Zufallsprinzip NBS im Land (warum wurde damals von Fulda aus Richtung Würzburg und nicht Frankfurt gebaut?). Dort ein Stück, da mal was. Und wenn die Strecken fertig sind, dann bastelt man einen Fahrplan zusammen.


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