Fehlinvestition Schnellzug St.Gallen-Konstanz? (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Sonntag, 09.09.2012, 01:15 (vor 4960 Tagen) @ Holger2

Ein Ausbau im Rheintal ist vor allem wegen der vielen Güterzüge Richtung Süden erforderlich. Fast alle Güterzüge kommen von Köln und fahren hinter Mainz Richtung Frankfurt oder Mannheim weiter. Warum jetzt eine Güterzug - NBS unbedingt in räumlicher Nähe zur Bestandsstrecke gebaut werden muss, verstehe ich nicht.

Es geht um den Flaschenhals südlich von (Mannheim-) Karlsruhe. Muss nicht, wird aber so getan, analog Offenburg-Rastatt (mit wenigen Ausnahmen, u.a. wegen geforderter Tieferlegung). Alternativ wäre natürlich eine anders geführte SFS möglich (Güterzug-NBS würde den Personenverkehr nicht beschleunigen und deshalb nicht viel bringen)

JA???? -> AAAAch so, das hast Du jetzt mit der Wünschelrute ermittelt....

Fahre die Strecke häufiger, ist ein anderes Kaliber Stuttgart-Ulm. Flach eben. Gelände planieren, Unterführungen, Oberbau, Schienen drauf, fertig. Tunnels und längere Brücken sind nicht notwendig. Die Anwohner müsste man irgendwie beruhigen.

Für Nicht - Schweizer: Die Gegend da ist recht dicht besiedelt, was die Baukosten in die Höhe treibt

Die Strecke muss ja nicht ausgebaut, im Sinn von teilweisen Neubau auf vier Spuren, werden, sondern ertüchtigt für 230 werden. Das geht da ziemlich problemlos. Problemlos im Vergleich zur NBS nach Erfurt durch den Thüringer Wald. Warum beginnt man mit dem schwierigeren Teil und hat nicht schon in den 90ern die Strecke ausgebaut? Zwischenzeitlich würde sie dem bestehenden Verkehr über Saalfeld-Jena nutzen, später mal der NBS. Jetzt haben wir die Situation, dass die Züge mit maximal 160 dort schleichen und nach Inbetriebnahme der NBS das weiter der Fall sein wird. Nach dem Motto: Mit 250 über die Berge, sobald es flach wird, Schleichfahrt.

Bzgl. Schweiz: Schau Dir mal die Schweizer Durchschnitts - Reisegeschwindigkeit an und überleg Dir, ob Du mit diesem Tempo von Hamburg nach München fahren möchtest.

Bzgl. Spanien: Schau Dir mal die Besiedelungsdichte in Spanien oder Frankreich an, ebenso die Topographie in Spanien oder Frankreich. Beides nicht mit der Topografie oder Besiedelungsdichte in Deutschland zu vergleichen. Die deutsche Hügellandschaft erfordert für HGV Investitionen, die mit Eisenbahnbau im Hochgebirge vergleichbar sind. Außerdem erhielt Spanien in beträchtlichem Maße EU - Zuweisungen für den Infrastrukturausbau.

Schweiz: Sicher nur bedingt vergleichbar, da gebe ich dir Recht, da kleinräumiger. Durch schlanke (meist funktionierende) Anschlüsse ist die Haustür-zu-Haustür Geschwindkeit nicht übel. Klar aber, dass für einen größeren Flächenstaat das zu wenig ist.
Spanien: Spanien ist auch ziemlich gebirgig, Die NBS Richtung Norden erreicht Höhen von gegen 1000 (z.B. Segovia). Man könnte auch Italien heranziehen, wo wiederum zwischen Bologna und Florenz praktisch eine UBahn gebaut wurde.

Ich sage nicht, dass in Deutschland alles super wäre. Aber dieses unqualifizierte Gemotze stört mich manchmal.

Ich sage nicht, dass in Deutschland alles schlecht wäre, aber man kann doch grundsätzlihe Probleme benennen.


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