Zu viele Tunnels. Aber 1500m ist auch nicht leicht... (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Mittwoch, 12.09.2012, 23:45 (vor 4955 Tagen) @ Oscar (NL)

Vielleicht sehe ich das etwas simplistisch, aber mehr als extra Loks und einen Sondereintrag ins ETCS braucht man da nicht.

Ich glaube, das unterschätzt Du:

Ein 1500m-Zug ist braucht wegen der schwachen Kupplungen in Europa Loks innerhalb des Zugs. Wird bisher nicht gemacht und muss daher erprobt werden.

Bremsen ist nicht einfach, weil das Leeren der Bremsleitung länger dauert... während die vordersten Wagen schon bremsen, drücken die hinteren unter Umständen mit voller Kraft.

Ob ETCS solche Züge softwaremässig beherrscht ist auch nicht sicher. Schliesslich gib es ja immer noch Blocks und ein solcher Zug belegt zwei davon gleichzeitig.

Nicht zuletzt müssen auch die Gleisanlagen geeignet sein: Alle Ausweichstellen müssen 1500 Meter lang sein. Mir ist allerdings nicht bekannt, von wo bis wo die langen Züge fahren sollen; meiner Meinung nach wäre Rotkreuz-Bellinzona sinnvoll, weil auf diesem Abschnitt nur zwei Gleise zur Verfügung stehen.

Ist die GBT schon auf "double stack" vorbereitet?

Meines Wissens nicht. Es wird niemand einen einstöckig angekommenen Zug auf einen double stack umladen, um durch den Tunnel zu fahren. Es müsste also die ganze Strecke bis Rotterdam auf double stack umgebaut werden, und das ist natürlich vollkommen unrealistisch.

In der Schweiz sind wir schon froh, wenn wir es hinkriegen, die ganzen Zulauftunnels für verladene moderne Sattelschlepper mit 4m statt 3,80m Eckhöhe aufzubohren - was etwa eine halbe Milliarde kosten soll.


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