Trassengebühren für Güterverkehr auf dieser Strecke erhöhen (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Montag, 10.09.2012, 09:28 (vor 4958 Tagen) @ Twindexx

Dann hätte man bei der KRM nicht so einen Murks bauen sollen. Diese NBS hätte auf 10‰ Steigung begrenzt und die Tunnel auf ein Gleis pro Röhre ausgelegt werden müssen. Dann könnten dort auch Güterzüge verkehren. Nun hat man halt den Salat.

Ich frage mich, warum ein Bahnexperte wie Du vorschlägt, daß Güterzüge mit Hochgeschwindigkeitsverkehr eine Strecke teilen sollen. Du weißt doch, daß das nicht geht, wenn die Kapazitäten mehr als nur minimal sein sollen. Die Güterzüge könnten die Strecke nur nachts benutzen, aber zu der Zeit hat man im Mittelrheintal kein Kapazitätsproblem (aber ein Lärmproblem). Außerdem hätte eine Begrenzung der Steigung auf 10% die Baukosten in diesem Gelände nochmal stark erhöht.

Eine Autobahn kostet auch Geld im Unterhalt. Vorallem benötigt eine Strasse für dieselbe Verkehrsmenge deutlich mehr Fläche.

Das ist nicht wahr. Wenn man nur ein bißchen drüber nachdenkt, kommt man drauf, daß das nicht stimmt. Warum behauptest Du es trotzdem?

Nur wenn man von Genau bis Rotterdam eine durchgehende ausschließlich für den Güterverkehr reservierte Strecke hätte, könnte man vielleicht 20 Züge pro Stunde und Richtung fahren lassen, das scheint mir schon ein hoher Wert. Ein Containerzug befördert ca. 60 kleine Container, aber nur, wenn er voll beladen ist. Das ergibt eine Kapazität von 1200 kleinen Containern pro Stunde, die nicht erreicht werden kann, wenn Teilstrecken vom Personenverkehr mitbenutzt werden.

1200 kleine Container auf einer Autobahnspur bedeutet alle 3 Sekunden ein Lkw, das ist kein Problem und kann noch deutlich übertroffen werden, vor allem, wenn jetzt die sogenannten "Gigaliner" kommen.

Autobahnen sind in Bau und Unterhalt günstiger, vor allem aber ist die Zahlungsbereitschaft der Nutzer offensichtlich höher. In gebirgigem Gelände rings um das Mittelrheintal kommt noch hinzu, daß Autobahnen auf 4,5% Steigung ausgelegt werden können, Güterzugstrecken aber nur auf eine viel geringere Steigung.

Die Forderungen der Bahnlobby werden in der Öffentlichkeit allgemein akzeptiert, die Falschbehauptungen nicht hinterfragt. Trotzdem wird die inzwischen sehr lange Liste von Neubauvorhaben nur im Schneckentempo abgearbeitet, weil es einfach an Geld fehlt und das in Zukunft eher noch mehr, wenn es stimmt, was auf DSO verbreitet wurde, daß die DB vom Staat fordert, die Netzsubvention aufzustocken, weil sie sonst das Netz nicht mehr unterhalten kann. Die Vorstellungen der Bahnlobby kollidieren einfach mit der Realität.


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