ITF braucht konsequente Linienführung! (Allgemeines Forum)

Holger2, Mittwoch, 07.09.2011, 00:20 (vor 5332 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo,

am Beispiel Kassel kann man doch sehen, wie wenig durchüberlegt der ITF ist:

Wenn der Zug Hamburg - München um :25/:30 hält,
muss der Zug Berlin - Frankfurt um :22/:33 halten (11 Minuten, wobei 90% der Fahrgäste Durchreisende sind!)

Überhaupt nicht gelöst ist der Anschluss nach Marburg - Gießen, da dieser Zug auch aus Hamburg kommt (fährt dieser dann über die Altstrecke, wo ohnehin nie jemand ei- und ausgestiegen ist?): Halt um :19/:30 (wieder 11 Minuten für Durchreisende!)

Weiters kann der IC aus Hamburg nach Gießen aufgrund der Kantenzeiten auf der Altstrecke nur in Alfeld halten, das heißt, der Zug hat eigentlich überhaupt nur für Alfelder überhaupt einen Nutzen.

Um einen ITF zu erhalten, müssen auch die Züge aus Dortmund nach Erfurt um :25/:30 halten (hier hat sich gezeigt, dass ein schlanker Anschluss nach Süden wirklich nachgefragt ist), was von der derzeitigen Fahrzeit her sogar machbar wäre.

Zwischen Göttingen und Fulda bedienen dann mehrere ICE auf einmal innerhalb von drei Minuten dieselbe Strecke.

Der Knoten in Mannheim Richtung Basel und Stuttgart würde vollkommen gesprengt werden - bei aller Liebe für Kassel, diesen klassischen Anschluss halte ich für einen der wichtigsten in ganz Deutschland.

Vielleicht wäre es besser, sich erst einmal auf einen funktionierenden Fernverkehrstakt zu konzentrieren und den Nahverkehr dann rund um diesen Fernverkehr zu drappieren und vor allem den Fernverkehr nicht zu kannibalisieren?

Ich denke, dass wir im Prinzip nicht so weit auseinanderliegen.

Mein Vorschlag wäre ein Anschluss in Fulda:

Hamburg - Fulda - München und Dresden - Fulda - Frankfurt

dazu fährt um 30 Minuten versetzt Berlin - Fulda - Hanau - Basel und (leider nur alle 2h) Hamburg - Kassel - Gießen - Karlsruhe

Dies bedeutet einen 30' Takt zwischen Göttingen und Frankfurt und einen 60'/30' Takt für Hannover - Göttingen.
Der ICE Hamburg - Stuttgart/Basel kann dann ohne Halt zwischen Hannover und Frankfurt durchfahren, ohne dass es zu nennenswerten Einschränkungen für die Unterwegshalte kommt.

Weiters kann ich mir folgende Verbesserung vorstellen, mit Anschluss in Nürnberg (alle 2h):

ICE Nürnberg - nonstop - Hannover - nonstop - Hamburg
ICE-2 München - Nürnberg - Kassel - Hannover - Bremen (1. Teil) / - Kassel - Dortmund (2. Teil)
Das hat den Vorteil, dass die Zugteilung nicht wie derzeit in Würzburg, sondern in Kassel erfolgt (kaum Mehrleistungen). Außerdem können diese Züge mit ICE2 statt ICE3 gefahren werden.

Holger


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