Gewinn durch kurzen Umstieg? (Allgemeines Forum)

Fabian318, Münster i. W., Samstag, 03.09.2011, 01:41 (vor 5332 Tagen) @ Twindexx

Wo steht das denn geschrieben? Sowas ist jedenfalls die Regel und nicht die Ausnahme. Z. B. in Münster Ankunft um 45 aus Warendorf, an aus Coesfeld war 42. Oder an aus MS Zentrum Nord um 06, ab nach Emden um 05.

Aber egal was man macht, für solche Nicht-Anschlüsse sollten die Fahrplanplaner windelweich geprügelt werden!

Ich hatte eher so verstanden, dass du meinst, solche Anschlüsse wären unmöglich. ;-) Zur Information: Abfahrt 42 nach Coesfeld ist nur der Taktverstärker, der noch zum 30-Knoten gehört. Ankunft 06 aus Zentrum Nord ist der Pendlerzug aus Coesfeld über den Hbf hinweg durchgebunden, der steht seinen Vollknoten quasi in Zentrum Nord ab. Reisende von dort Richtung Norden werden ohnehin nicht über Münster Hbf fahren.

Ansonsten ist Münster aber ein wunderbarer 00-Knoten mit Anschlüssen in alle Richtungen (Fernverkehr außer RB nach Dortmund) und 00-Knoten in alle Richtungen außer Osnabrück, ohne Fernverkehr Hamburg-Köln und Enschede/Coesfeld nur in der HVZ. Manko ist nur der Umstieg vom Nahverkehr aus Osnabrück/Emden (Ankunft 55/56) zum IC nach Hamburg (ab 57) bzw. umgekehrt (an 00/01, ab 05).

Ein ITF-Knoten um 15/45 setzt einen Halbstundentakt voraus, was im FV hier nicht gegeben ist. Wie willst du also ohne massive Fahrzeitverlängerungen in Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, (Bochum) und Dortmund zugleich einen ITF um 00/30 einrichten?

Selbst Münster - Dortmund von 30 auf min. 25 Fahrteit zu bringen scheint mir ambitioniert.


Man muss ja nicht gleich auf 25 Minuten runter, wir haben in der Schweiz auch eine Verbindung zwischen zwei Taktknoten (Lausanne-Biel) mit 59 Minuten Fahrzeit. Mit einer Symmetrieminute um 00 könnte ich beides zu Taktknoten machen, ohne ausbauen zu müssen (Dortmund ab 00, Münster an 30; Gegenzug Münster ab 30, Dortmund an 00). Das ist zwar etwas knapp, aber hier könnte man mit Optimierungen im Minutenbereich bei den Anschlusszügen durchaus das gewünschte Resultat erzielen. In der Schweiz sind wir auch gut darin, Bahnhöfe auf möglichst kurze Umsteigezeiten einzurichten, damit Anschlusszüge nicht so lange warten müssen.

Geht ja auch mit der normalen 58,5er Symmetrie, Münster ab 58, Dortmund an 28, Dortmund ab 59, Münster an 59.

Das setzt natürlich voraus, dass die Nahverkehrszüge alle ziemliche lange Standzeit in beiden Bahnhöfen haben um gegenseitigen Anschluss zu bieten. In Münster ist das ohnehin der Fall, in Dortmund wird das mit einigen sonst kurz haltenden Zügen schwieriger.

Von daher kann ich nur unterstreichen: Für die Schweiz wird der ITF den Bedürfnissen wohl am besten gerecht werden, in Deutschland halte ich ihn allenfalls im Nahverkehr in kleinräumigen Netzen (z.B. landesweit) für erforderlich, im Fernverkehr sollte so schnell wie möglich gefahren werden, natürlich nicht, ohne Anschlüsse wo es geht mitzunehmen und natürlich auch auf Korrespondenzen und wichtige NV-Abbringer zu achten.

Gruß
Fabian


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