SuperBahnBetrieb? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 02.09.2011, 13:36 (vor 5340 Tagen) @ Lars(DK)

Hallo Lars(DK),


das hört sich an wie eine Aufstapelung von Pech:

Nach Zürich mit Alt-Ae 6/6 (?). Bei Thalwil Durchsage: Leider Lokprobleme. Nach 5 Minuten: Alles aussteigen.

Kann auch bei uns mal passieren.

Ansage nur in Deutsch.

Das überrascht mich, da CH ein Mehrsprachenland ist.

Die erste S-Bahn war sofort verstopft und liess viele Reisende zurück.

Die war natürlich nicht auf den Andrang berechnet. Auch das passiert bei uns mal, dass ich stehen muß, weil der 15 Minuten zuvor fahrende IC ausgefallen war.

Weder in der S-Bahn oder Pfäffikon gab es Durchsagen o.ä.
Mein Versuch, beim SBB-Kundenservice anzurufen, endete in der Menüwahl.
Am Bahnhof Pfäffikon fuhr IC durch - vermutlich direkter IC nach Chur.

Kommunikationsstörung, Ausfall des Informationssystems? Habe ich auch schon mal erlebt in Utrecht.

Übergeordnet bleiben zwei Eindrücke zurück:
1. Die DB steht international wirklich gut da, auch gerade darin, wie sie nach meiner Erfahrung stets versucht, bei Problemen im FV Lösungen zu finden und gut zu informieren;

Da stimme ich Dir zu, habe das selber auch mehrmals erlebt = Anschlüsse, die aufgrund Verspätung verpasst wären, wurden dennoch erreicht.
Andererseits:

1. DB Netz schafft ja auch Reservekapazität dafür. Man guckt sich den Ersatzzugthread an. Diese Züge müssen alle auf zusätzliche Trassen fahren, während die Trassen der Regelzüge unbenutzt bleiben.
2. DB detektiert und bekämpft Störungen, während SBB eher versucht sie zu vermeiden.

Bei uns wäre sowas gar nicht möglich, weil unser Fahrplan so ungefähr das Maximum der Streckenkapazität fordert (teilweise 10-11 Züge pro Stunde pro Gleis pro Richtung). Na gut, ich soll nicht meckern, ich habe dafür dann in 15 Minuten einen neuen IC wenn der ursprüngliche IC ausfällt.

2. Der schweizer ITF ist ja ganz angenehm, bringt aber sehr gemächliche Reisezeiten mit sich und führt zu Zwängen wegen der Kantenzeiten.

Bin ich mir nicht sicher.

Man muss die gesamte Reisekette betrachten, also nicht nur der Fernverkehr, sondern auch RE, S-Bahn, ggf. auch Straßenbahn und/oder Bus. Man reist ja von Start bis Ziel und nicht von Bahnhof zu Bahnhof.
Was die Schweiz an Maximalgeschwindigkeit vermisst, macht sie wett mit logischen Taktknoten/Anschlüssen, inklusive Bahn<->Bus.

Allerdings habe ich den Eindruck, in Deutschland gibt es mehr Verkehre Stadt-Stadt, z.B. Frankfurt-München, wobei Otto ggf. zuerst von seinem Haus mit dem Auto zum Bahnhof fährt. Dann reicht der Fernverkehr aus und kommt dazu die Stadtbahn die ja natürlich sehr oft fährt.

Für grosse Flächenländer wie D scheint mir die Strategie der DB richtig, das Hauptaugenmerk im FV auf die Reisezeiten zu legen.

Die Strategie ist eher eine Mischung von beiden = schnell und in Takt.
Es sind eher die Franzosen, die voll auf kurze Reisezeiten setzen, obwohl die mittlerweile auch anfangen, ihre TGVs zu vertakten; so gibt es die TGV-Verbindung Paris-Lyon Part Dieu stündlich zur gleichen Minute.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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