ITF braucht konsequente Linienführung! (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.09.2011, 10:33 (vor 5337 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo Alphorn (CH),

ITF braucht weniger, als Du denkst.

Nur schade, dass einer der Grundbausteine eines ITF in Deutschland fehlt.

In NL (und wohl auch CH) ist die Linienführung konsequent.
Sozusagen: der IC Amsterdam-Maastricht hält immer in den gleichen Bahnhöfen: Amsterdam Centraal, Amsterdam Amstel, Utrecht Centraal, 's-Hertogenbosch, Eindhoven, Weert, Roermond, Sittard, Maastricht. Nicht in Breukelen, nicht in Geldermalsen, nicht in Boxtel.

Dagegen wird in Deutschland, aufgrund der längeren Laufwege der Züge, in der HVZ gerne mal extra gehalten. So haben kleinere Städte, die keine IC(E)-Takthalte sind, dennoch Fernverkehr, und zwar nachfragegerecht. Und die Bahn kann mit Taktzügen zugleich einzelne Direktverbindungen anbieten.

Bei einem ITF führt das zu einem Trilemma:

a. man verarbeitet diese Halte im Fahrplan. Dann benachteiligt man die Reisende, die zwischen den Takthalten reisen, und das ist die Mehrheit.
b. man streicht diese Halte. Dann fliegen die Lokalpolitiker in die Luft, denn die haben ja der Bahn ordentlich für diese Halte bezahlt.
c. man beläßt es und akzeptiert, dass man 1x pro Tag den Anschluß nicht hat. Reisende die den Anschluß unbedingt haben möchten, sollen dann einen Takt früher oder später fahren.

(c) wäre bei uns auf Dauer kein Thema mehr, weil die ICs schlußendlich in 10-Minutentakt fahren sollen. Wenn man 2 Minuten Standzeit rechnet und z.B. verpassten IC bei 3 Minuten Verspätung, dann steht in 10-3-2 = 5 Minuten schon der nächste IC abfahrtbereit.
Bei einem Stundentakt wie in Deutschland sieht die Situation aber schon erheblich anders aus.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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