ITF um jeden Preis (Allgemeines Forum)

Fabian318, Münster i. W., Montag, 05.09.2011, 22:51 (vor 5330 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Fabian318, Montag, 05.09.2011, 22:52

Das ist nicht dasselbe. Beim ITF wird wo immer möglich gemeinsam eingefahren, gewartet und dann gemeinsam ausgefahren. Das gibt es bei zufälligen Anschlüssen sehr selten, aber nur so kann von jeder Richtung in jede umgestiegen werden.

Ich rede ja nicht von zufälligen Anschlüssen, sondern natürlich von gut überlegten. Es gibt natürlich durchaus Bahnhöfe, wo Übereckanschlüsse nur in eine Richtung wirklich nachgefragt ist und anderee Verbindungen völlig irrelevant sind (weil man da schon vorher umgestiegen wäre oder aus anderen Gründen).

Aber ich denke, ein ITF sei so super toll und das Allheilmittel für die Deutsche Bahn, dann muss es doch auch im deutschen Fernverkehr überall passen oder passend gemacht. - Oder habe ich da jetzt einen Gedankengang nicht ganz verstanden?


Wer fordert das? Überall, wo mit vernünftigem Aufwand möglich.

Das sehe ich auch so. Bei 21 Minuten Fahrzeit zwischen zwei Knoten ist aber der vernünftige Aufwand meines Erachtens deutlich überschritten.

Ich gehe da übrigens ganz konform, die Fahrzeiten nach Möglichkeit so zu legen, dass möglichst die ITF-Knoten erreicht werden. Das schließt natürlich auch strategische Kürzungen im Minutenbereich ein, aber keinen ITF um jeden Preis.


Ist ja genau, was ich vorschlage: Fahrzeitkürzungen von insgesamt 5 Minuten (für gute Betriebsqualität allerdings lieber 15).

Jep, aber das muss ja auch realistisch sein. ;-)

Bundesweiter ITF: Selbstverständlich ja, warum nicht? In der Schweiz klappt das problemlos. Welches Aspekt von wachsender Grösse macht einen ITF schwieriger?

Die Verspätungsanfälligkeit aus allen Gründen, die ein ITF und lange Laufzeiten mit sich bringen.

Angekommen ich hab zwei funktionierende Bundesländer-ITF und hänge sie mit einer einzigen Verbindung mit korrekter Knotenzeit aneinander, dann hab ich einen doppelt so grossen ITF, funktioniert der jetzt schlechter?

Wenn die Verbindung nur diese beiden Bahnhöfe bedient natürlich nicht, wenn jetzt aber nun regelmäßig Züge doppelt so weit unterwegs sind, wie nur in einem Bundesland in der Theorie natürlich auch nicht, in der Praxis schon. Wie du ja selbst sagst, steht und fällt ein ITF mit der Pünktlichkeit.

Bei den Bussen muss man nur diejenigen in den Knoten einbinden, deren Taktintervall über 15 Minuten liegt; das reduziert die Zahl schon mal. Für die anderen baut man halt Busbahnhöfe, siehe z.B. den am Flughafen Zürich (ein lokaler ITF-Knoten):

Mit Busanschlüssen meine ich keine Städte, sondern Gemeinden mit Bahnanschluss zwischen den ITF-Knoten. Und da ist eigentlich der Stundentakt eher luxuriös. - In der Tat ändert es aber nichts, ob ein ITF-Knoten vorliegt oder nicht, ein vernünftiger Busanschluss von und in alle Richtungen setzt "nur" voraus, dass der Zug etwa zur Symmetriezeit in dem Anschlussbahnhof hält. In der Schweiz erscheint es mir jedoch ebenso unmöglich, sämtliche Anschlussbeziehungen sicherzustellen, aber genau jenes wurde von denjenigen für möglich gehalten.


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