Mit kleinen Tricks (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Sonntag, 04.09.2011, 22:46 (vor 5334 Tagen) @ Holger2

-> Es ist für mich nicht verständlich, wieso ausgerechnet München keinen ITF haben soll, Dein Fahrplan ist insofern "nordlastig".

Weil ich bei einem ITF in München mit den angenommenen Fahrzeiten alle anderen ITF-Knoten hätte opfern müssen. Allerdings ist da momentan wohl ein Baustellenfahrplan, mit Endausbau München-Ingolstadt sollte der ITF München möglich sein.

Wenn man übrigens den ITF opfert, dann am besten in einer grossen Stadt, wo die Nah- und Fernverkehrsmittel mit möglichst hohem Takt fahren. Richtung Mannheim soll's ja z.B. Halbstundentakt werden, da kommt's auf den Knoten in München schon weniger an.

-> Wieso ist eigentlich für Göttingen und Augsburg kein ITF vorgesehen? Gerade in Göttingen steigen viele Menschen Richtung Harz und Nordthüringen um. Und es ist zwar richtig, dass man den ITF Richtung München in Augsburg mit anderen Zügen herstellen kann, das gilt aber nicht für die Fahrgäste, die aus Richtung Norden/Nürnberg kommen und dann Richtung Allgäu weiterfahren möchten.

Knoten Göttingen ist machbar, aber dafür müsste Hannover-Göttingen müsste von 34 auf 28 Minuten beschleunigt werden (die gewonnen Minuten würden aber auf der Göttingen-Kassel in die Fahrzeitreserve wandern und hätten keine Reduktion der Gesamtfahrzeit zur Folge).

Knoten Augsburg ist machbar, aber dafür müsste Nürnberg-Augsburg von 67 auf 58 Minuten reduziert werden - anspruchsvoll. Der vorgeschlagene Fahrplan mit teilweisen Knoten Augsburg hat eine Übergangszeit von zirka 25 Minuten, immerhin eine Verbesserung gegenüber bis zu 56 Minuten heute (ICE 1607 auf ICE 1090).

-> Dass Du einen ITF für Kassel vorsiehst, finde ich lobenswert, jedoch ist die einzige (wichtige) Strecke, die von einem solchen Takt profitieren würde, die Strecke aus Richtung Warburg.

1. Es gibt nicht nur Fernverkehr, alle RE, RB und Busse können zur Knotenzeit zum Bahnhof
2. Der ITF-Knoten ist gratis, keine Streckenausbauten nötig
3. Man kann in Kassel auch "längs" umsteigen, z.B. Würzburg-Kassel-Wolfburg.

-> Ferner ist mir nicht klar, wie Du andere Verbindungen in Deinen "ITF aus einem Zug einbindest". Wie kannst Du sicherstellen, dass eine andere Verbidnung in Augsburg den ITF sicherstellt? Wie soll die Verbindung Berlin - Frankfurt, Stralsund - Gießen - Frankfurt und Dortmund - Erfurt in den Knoten Kassel eingebunden werden? Ist dies überhaupt für die Linie aus Dortmund möglich?

Das Ding hab ich einer Viertelstunde entworfen, da gehört bis zum Endprodukt natürlich mehr dazu. Aber bereits ein Ein-Zug-ITF hat einen Wert, weil er erstens regelmässige Anschlüsse für den Nahverkehr schafft und zweitens merkbare Fahrpläne produziert.

Zu Augsburg: Da verweise ich auf meinen ITF-Entwurf München-Augsburg-Köln. Die passen gut zueinander.

Zu Kassel: Die Linie Frankfurt-Berlin kann man zur gleichen Zeit in Kassel halten lassen, es ergeben sich ITF-Knoten in Frankfurt Hbf (mit 2 Minuten Beschleunigung) und Wolfsburg, aber vorerst nicht in Berlin. Macht aber nicht viel, Berlin ist meist das Endziel. Die Dortmunder Linie ist mit gerade mal zwei Zügen am Tag nicht die wichtigste, sollte sich aber einbindgen lassen, braucht ja nur ein Gleis im Bahnhof. Sollten nicht genügend Zuführungsgleise für Paralleleinfahrt vorhanden sein, müsste sie wohl als erste einfahren und als letzte ausfahren.

Da auf dem Abschnitt Fulda-Göttingen Züge im Blockabstand hintereinander fahren würden, wäre eine Zugfolgezeitverkürzung auf 2-3 Minuten ratsam. Sowas ist aber ziemlich billig.


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