Gewinn durch kurzen Umstieg? (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 02.09.2011, 21:04 (vor 5339 Tagen) @ Fabian318

2. Man gewinnt natürlich durch die Umsteigezeiten - wenn man umsteigen muss.


Ein Zug fährt hat eine Fahrzeit von vier Stunden und 10 Minuten, Abfahrt um 14:05 in A. Ankunft ist um 18:05 in B, der Anschluss nach C fährt immer :35 und :05 und erreicht nach zwanzig Minuten C, hier um 18:55.

Nein. Wenn ein Zug um :05 ankommt wird der Anschlusszug sicher nicht um :05 abfahren! In der Schweiz würden wir den ersten Zug um fünf Minuten beschleunigen, so dass er um :00 zur Knotenzeit ankommt (Symmetrieminute in CH ist die 00) und einen fünf-Minuten-Anschluss zum zweiten Zug herstellt. Wenn ein solcher Ausbau nicht käme, würden wir die Abfahrt des zweiten Zuges auf die :15 legen und einen 15/45-Knoten einrichten, wie in Lausanne oder Biel.

Durch den ITF verliert der Zug jeweils sieben Minuten durch die Standzeit in den Knotenbahnhöfen und die Fahrzeitoptimierung bzgl. der Kantenfahrzeiten, also um 14:30, 15:00, 15:30, 16:00, 16:30, 17:00, 17:30 und 18:00.

Warum soll der jedes mal sieben Minuten verlieren? - In der Praxis beweisen wir in der Schweiz tagtäglich, dass man nicht so viel verliert. Der IC St. Gallen - Genève-Aéroport steht wegen dem ITF auf seiner 4h 13min langen Fahrt gerade mal insgesamt fünf unglaubliche Minuten länger, als wenn es kein ITF wäre. Unglaublich, man könnte ganze Fünf Minuten sparen und die Fahrzeit von St. Gallen nach Genf Flughafen von 4:13 auf 4:08 reduzieren. Statt den paar Hanseln die eine Fahrzeitverkürzung von Fünf Minuten zu geben, lobe ich mir den ITF, von dem um einiges mehr Leute etwas haben als wenn ein paar wenige fünf Minuten schneller in Genf sind.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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