Hannover (und Kosten S21/K21) (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 09.07.2010, 20:19 (vor 5767 Tagen) @ Sören Heise

Hej!

Hey, Du kommst doch auch aus Hannover, so quasi....


Manchmal kann ich es hören. ;-)

hehe

Ich lese ab & zu auch im Hannover-Bereich von skyscrapercity,
dort ist durchaus mal von "Hannover21" zu lesen, im Hinblick auf Kapazitätsengpässen des Hbf nach der Y-Trasse oder auch im Rahmen von Stadtbahn- & S-Bahn-Ausbau.
Ja, das "Hannover21" wird nur von Usern dort in Mund genommen, aber immerhin. ^^


Ich halte es nach der Lektüre für eine Privatidee eines Nutzers dort.
Wenn die Y-Trasse eine reine Personenzugstrecke wird, dürfte es in Hannover kaum zu Kapatitätsengpässen kommen. Und wie der Nutzer dort die S-Bahn verdoppeln will, bleibt er uns schuldig (Trassenbelegung).

Ja, ist auch Privatidee eines Nutzers und andere haben es aufgeschnappt,
gewiss fern jedweder Realität....^^
Wenn...... Y-Trasse soll aber auch von Güterzügen mitbenutzt werden,
da ist dann die Frage, wo sie bleiben..... aber mal sehen, abwarten...

Woanders schon durchaus. Über den Bereich des ehemaligen Südbahnhofs gibt es neue Nutzungskonzepte und langfristig wird man sich auch über das ehemalige große Gelände des Güterbahnhofs Gedanken machen


Korrekt. Irgendwann wird auch der Ostschuppen einer Antischuppenkur zum Opfer fallen (aber das ist kein Filetstück).

und in direkter Bahnhofsnähe entstand auf dem Gelände des ehemaligen Postgleisanschlusses die Ernst-August-Galerie.


Postgleisanschluß? Ich würde das Hauptpost nennen. ;-)

..... oder so.^^

Ich habe in diesen Tagen dieses Werk in Händen:
Renaissance der Bahnhöfe

Heinz Dürr spricht da in seinem Vorwort nicht nur die 3 großen bekannten Projekte21 an,
sondern auch "...die ausgedehnten Gleisvorfelder von den Durchgangsbahnhöfen, wie Erfurt, Saarbrücken oder Münster, zerschneiden ganze Quartiere und bilden unüberwindliche Hürden der Stadtentwicklung."


1. Eisenbahn abschaffen. Einebnen.
2. Straßen abschaffen. Einebnen.
3. Die Postkutsche wieder einführen.

Pardon, aber die Mobilität führt zu solchen Trennwirkungen. Sei es die Eisenbahn, sei es die Autobahn. Auch in Hamburg, wo die Gleise unter dem Straßenniveau liegen, hört die City am Bahnhof auf. Ich kenne die Städte mit großen Kopfbahnhöfen nicht so gut, aber auch dort hört die City am Bahnhof auf.

Diese Trennwirkung muss doch auch nicht auf immer und ewig Bestand haben.
Vielerorts sind die Straßenbahnen verschwunden oder unter die Erde gerutscht.
Die Hochstraße am Aegi in Hannover gibts nicht mehr,
in Düsseldorf ist das Rheinufer überdeckelt worden etc.
In Frankfurt & München sind die Hauptbahnhöfe sicher ein paar Meter von der Einkaufs-City entfernt. Unter "Zentrale Lage" fällt deren Gleisvorfeld aber dennnoch. Nun gut, die dortigen 21-Projekte sind vorerst vom Tisch.

Ist ein Anschluß dieses Flughafens ans deutsche Fernzugnetz wirklich sinnvoll?


Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hält es wohl für sinnvoll (Urteil vom 6. April 2006),
da durch „K 21“ insbesondere „das verkehrliche Ziel einer Direktanbindung des Landesflughafens an die Neubaustrecke nicht erreicht“ werde.


Aus diesem Zitat lese ich nur, daß K21 keine vernünftige Anbindung des Flughafens bietet im Gegensatz zu S21. Eine Bewertung der Anbindung lese ich nicht daraus.

hm, joa. Da wäre das gesamte Urteil dann interessant zu lesen.

Auf Stuttgart21.de ist zu lesen:

Voraussichtlich 25.000 Fahrgäste täglich nutzen zukünftig den Bahnhof Flughafen/Messe. Zu Spitzenzeiten der Messe werden bis zu 39.000 Reisende pro Tag erwartet. Im Schienenpersonenfernverkehr kann man mit etwa 10.000 Ein-, Aus- und Umsteigenden rechnen, wovon voraussichtlich 4.000 Fluggäste sind. Für die Neubaustrecke zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Flughafen/Messe liegen die Prognosen bei 27.000 Fahrgästen in Zügen des Regionalverkehrs.
Stuttgart21.de/das bahnprojekt/neue bahnhöfe/bahnhof Flughafen Messe

Das liest sich dann schon nach Bedarf & "sinnvoll".
Und, wenn man schon eine NBS plant, die man dort in etwa entlang führen könnte, wieso sollte man denn dann nicht den Flughafen+Messe anbinden, hinzu noch die Gäubahn etc.

Aus der Sicht eines Laien ist bei K21 kein langer Tunnel mit einer Baugrube im Herzen der Stadt notwendig, der ungewisse Kosten mit sich bringt. Hier wäre die Frage, wo bei K21 die ganzen Kosten herkommen sollen. Städtebaulich bin ich als Ortsfremder vom Nutzen noch lange nicht überzeugt.


Das Eisenbahn-Bundesamt geht davon aus, dass K 21 in Kosten nahezu dem Antrag der Bahn gleichkomme (Stuttgarter Zeitung am 19. Februar 2005).

Dem EBA schenke ich dann doch eher mehr Glauben.


Das habe ich auch gelesen und mich doch gewundert, wo die ganzen Kosten herkommen sollen. Hier wäre eine Aufschlüsselung der Einzelposten wünschenswert, aber wohl kaum zu bekommen.

obs wirklich kaum zu bekommen wäre?
Vielleicht steht in der damaligen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung mehr drin - die ist leicht zu bekommen.
Das EBA wird schon seine Gründe haben, wieso sie zu dieser Feststellung gekommen ist.
Würde mich eher wundern, wenn das nicht nachzuvollziehen, nachzulesen wäre.


Gruß,
Henrik


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