Hannover (und Kosten S21/K21) (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 09.07.2010, 19:10 (vor 5760 Tagen) @ Henrik

Hej!

Hey, Du kommst doch auch aus Hannover, so quasi....

Manchmal kann ich es hören. ;-)

Ich lese ab & zu auch im Hannover-Bereich von skyscrapercity,
dort ist durchaus mal von "Hannover21" zu lesen, im Hinblick auf Kapazitätsengpässen des Hbf nach der Y-Trasse oder auch im Rahmen von Stadtbahn- & S-Bahn-Ausbau.
Ja, das "Hannover21" wird nur von Usern dort in Mund genommen, aber immerhin. ^^

Ich halte es nach der Lektüre für eine Privatidee eines Nutzers dort.
Wenn die Y-Trasse eine reine Personenzugstrecke wird, dürfte es in Hannover kaum zu Kapatitätsengpässen kommen. Und wie der Nutzer dort die S-Bahn verdoppeln will, bleibt er uns schuldig (Trassenbelegung).

Woanders schon durchaus. Über den Bereich des ehemaligen Südbahnhofs gibt es neue Nutzungskonzepte und langfristig wird man sich auch über das ehemalige große Gelände des Güterbahnhofs Gedanken machen

Korrekt. Irgendwann wird auch der Ostschuppen einer Antischuppenkur zum Opfer fallen (aber das ist kein Filetstück).

und in direkter Bahnhofsnähe entstand auf dem Gelände des ehemaligen Postgleisanschlusses die Ernst-August-Galerie.

Postgleisanschluß? Ich würde das Hauptpost nennen. ;-)

Ich habe in diesen Tagen dieses Werk in Händen:
Renaissance der Bahnhöfe

Heinz Dürr spricht da in seinem Vorwort nicht nur die 3 großen bekannten Projekte21 an,
sondern auch "...die ausgedehnten Gleisvorfelder von den Durchgangsbahnhöfen, wie Erfurt, Saarbrücken oder Münster, zerschneiden ganze Quartiere und bilden unüberwindliche Hürden der Stadtentwicklung."

1. Eisenbahn abschaffen. Einebnen.
2. Straßen abschaffen. Einebnen.
3. Die Postkutsche wieder einführen.

Pardon, aber die Mobilität führt zu solchen Trennwirkungen. Sei es die Eisenbahn, sei es die Autobahn. Auch in Hamburg, wo die Gleise unter dem Straßenniveau liegen, hört die City am Bahnhof auf. Ich kenne die Städte mit großen Kopfbahnhöfen nicht so gut, aber auch dort hört die City am Bahnhof auf.

Ist ein Anschluß dieses Flughafens ans deutsche Fernzugnetz wirklich sinnvoll?


Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hält es wohl für sinnvoll (Urteil vom 6. April 2006),
da durch „K 21“ insbesondere „das verkehrliche Ziel einer Direktanbindung des Landesflughafens an die Neubaustrecke nicht erreicht“ werde.

Aus diesem Zitat lese ich nur, daß K21 keine vernünftige Anbindung des Flughafens bietet im Gegensatz zu S21. Eine Bewertung der Anbindung lese ich nicht daraus.

Die Neue Messe steht da jetzt ja auch.

An die hatte ich nicht gedacht. Aber sie ist zweifellos kein täglicher Anziehungspunkt.

Aus der Sicht eines Laien ist bei K21 kein langer Tunnel mit einer Baugrube im Herzen der Stadt notwendig, der ungewisse Kosten mit sich bringt. Hier wäre die Frage, wo bei K21 die ganzen Kosten herkommen sollen. Städtebaulich bin ich als Ortsfremder vom Nutzen noch lange nicht überzeugt.


Das Eisenbahn-Bundesamt geht davon aus, dass K 21 in Kosten nahezu dem Antrag der Bahn gleichkomme (Stuttgarter Zeitung am 19. Februar 2005).

Dem EBA schenke ich dann doch eher mehr Glauben.

Das habe ich auch gelesen und mich doch gewundert, wo die ganzen Kosten herkommen sollen. Hier wäre eine Aufschlüsselung der Einzelposten wünschenswert, aber wohl kaum zu bekommen.

Viele Grüße, Sören

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