Trassierung NBS Reiden–Sursee (Allgemeines Forum)

sb, Montag, 14.11.2016, 21:02 (vor 3433 Tagen) @ Re 8/12

Entschuldige bitte meine verspätete Rückmeldung, was ich nun nachholen möchte:

(Vorbemerkung für andere Leser aus Deutschland: Es handelt sich hier um eine Strecke in der Schweiz, für welche eidgenössische Regelwerke anzuwenden sind.)

.

Rechnerische Grundlagen:

[AB-EBV, 2016]
ü ≤ 160 mm (Normalfall) bzw. 180 mm (maximaler Grenzwert)

[RTE 22040]
ü_max = 160 mm

Bei einer Neutrassierung sollte zunächst nur der geringere Wert (ü ≤ 160 mm) angenommen werden.

für R ≥ 650 m und v ≤ 200 km/h: üf_max = 150 mm

üid = 11,8 * (VR)^2 / R

.

Unter der Annahme, dass "einem kurzen NBS-Abschnitt zwischen Reiden und Sursee auf der Achse Olten-Luzern" nur Personenverkehr gefahren wird wie von Dir geschrieben, würde ich anhand der AB-EBV folgende Rechnung ableiten:

ü_max = 160 mm (Annahme)
üf_max = 150 mm (Annahme)
VR_max = 200 km/h (Annahme)

=> üid_max = ü_max + üf_max = 160 mm + 150 mm
=> üid_max = 310 mm

=> R_min = 11,8 * (VR)^2 / üid_max = 11,8 * (200)^2 / 310
=> R_min = 1523 [m]

.

Nur bei Ausnutzung des maximalen Grenzwertes der Überhöhung würde gelten:

ü_max,G = 180 mm (Annahme, Grenzwert)
üf_max = 150 mm (Annahme)
VR_max = 200 km/h (Annahme)

=> R_min,G = 11,8 * (VR)^2 / üid_max,G = 11,8 * (200)^2 / 330
=> R_min,G = 1431 [m]
(Anm.: Aufrundung bei Angabe ohne Nachkommastelle, da es sich um einen Mindestwert handelt.)

.

Unabhängig davon sollte jedoch eine durchgehende Anwendung der Höchstwerte vermieden werden, auch um den Unterhaltsaufwand (wie bereits in anderen Beiträgen vorgebracht) in vernünftigem Rahmen halten zu können.


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