My two cents (Allgemeines Forum)

Chrispy, Freitag, 21.10.2016, 16:22 (vor 3463 Tagen) @ MartinN
bearbeitet von Chrispy, Freitag, 21.10.2016, 16:25

Der Lötschberg ist meines Wissens jetzt schon an seiner Kapazitätsgrenze und da du die Zustimmung gibst für mehr Güterverkehr dann muss auch der Lötschberg so schnell wie möglich auf Doppelspur ausgebaut werden. Denn für das wurde er ja eigentlich auch gebaut.

Solange die Güterzüge zwischen Brig und Domodossola eine starke Steigung befahren müssen, bringt der LBT lediglich eine Fahrzeitverkürzung gegenüber der Bergstrecke. Somit sollten beide Strecken als Gleichwertig angeschaut werden. Der LBT ist überlastet, aber schaut man die Bergstrecke an, gibt es noch Kapazität für Güterzüge. Ein Ausbau verlagert den Engpass auf das Aaretal und den Abschnitt Thun-Spiez.

Wenn du eine direkte Spange von Deutschland her einbaust, kannst du den badischen Bahnhof nicht mehr bedienen. Der Bahnhof liegt viel zu nah und zu hoch über dem Rhein dass du nach dem Bahnhof eine Strecke hinkriegst nach Basel SBB.

Die Idee wäre, dass Basel SBB direkt angesteuert würde, für die gewährleistung besserer Anschlüsse. Deutsche Fernverkehrszüge die in Basel enden, könnte man dann noch über die Rheinbrücke nach Basel Badischer Bahnhof führen.

Zudem wäre eine Abzweigung richtung Frankreich eine Möglichkeit später einmal mit Dostos zum Flughafen zu fahren.

Das geht bereits mit den jetzigen Linienführungen. Eine Querspange nach Frankreich braucht es nicht.

Nein eben nicht. Laut einem Artikel in der SER reichen die Profile der beiden Tunnels auf der Strecke für Schweizer Doppelstockzüge nicht aus und offenbar können sie nicht einfach ausgebaut werden.

- Zürich-Aarau: Langer Tunnel für Kapazität und Fahrzeitgewinn

Ich bin froh dass dieser Tunnel so geringe Priorität hat.

Ich denke aber für den Fernverkehr würde er schon was bringen und gäbe einen deutlich spürbaren Fahrzeitgewinn

Ja das ist so und hier bin ich nicht generell gegen einen Ausbau. Es ist lediglich die Variante die mich stört. Man scheint da gar kein Zielkonzept zu haben. Das ganze Wirkt auf mich in etwa so: "Wir haben einen Kapazitätsengpass zwischen Altstetten und Rupperswil, also lasst uns einen Tunnel bauen." Da finde ich die Konzepte von Daniel Mange im Buch "Bahn-Plan 2050" oder diese IVT-Studie um Welten nachhaltiger.

Gruss
Chrispy


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