(-Tram) Stadtbahntunnel Basel (Allgemeines Forum)

naseweiß, Sonntag, 23.10.2016, 18:45 (vor 3455 Tagen) @ sb
bearbeitet von naseweiß, Sonntag, 23.10.2016, 18:49

- Basel: S-Bahn Tunnel "Herzstück" zwischen Basel SBB und Basel Bad

Meines Erachtens ein viel zu überschätztes Projekt; es hat mich jedenfalls bisher nie überzeugen können.

Überzeugt mich in der bisherigen Form auch nicht. Mit Einbezug des Fernverkehrs könnten aber die Verbindungen nach Deutschland erheblich beschleunigt werden.

Das Herzstück Basel hat hier bisher sehr wenig Liebe erfahren. Insofern möchte ich zumindest anmerken, dass ich diese Einstufung in die dritte Kategorie schade finde. Insbesondere die deutschen Zulaufstrecken im Wiesental und am Hochrhein (ggf. auch die französische nach Mulhouse) hätten vom Herzstück profitiert.

Beispiel für Tramtunnel Basel in Nord-Süd-Richtung mit Bedienung beider Baseler Fernbahnhöfe und des Stadtzentrums:
(...)

Danke für diese Vorlage. In der Zweckmäßigkeitsprüfung aus dem Jahre 2004 auf S.20 wird der Mittelverteiler, eine Planung der 70er, erwähnt. Der Tunnel ist dabei südwärts verschoben. Das Nordende ist bereits am Marktplatz, dafür gehts unter dem Hbf südlich noch weiter. Zusätzlich war wohl auch kurz eine Mehrsystem-Regionalstadtbahn (Karlsruher Modell) im Gespräch.

Ich würde den Tunnel recht ähnlich wie du, sb, sehen. In diesem Vorschlag gehe ich etwas direkter über Heuwaage. Allerdings musste ich das komplizierte Baseler Tramnetz erstmal gedanklich ordnen und kategorisieren.

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- Ring: Linie 1

- Rheinquerende Nord-Süd-Linie (hier als 7/8/9 benannt), mit sehr langen Außenästen: Rodersdorf und Aesch im Süden, Weil am Rhein und Riehen-Grenze(-Lörrach?) im Norden. Diese vier Äster werden heute zur HVZ jeweils doppelt bedient, 16 Bahnen/h (heutige Linienpaare 10/17, 11/11E, 8/17, 2/6). Ergänzend führe hier noch die Dornacher Linie zum Bad.Bf. (hier als 7). Das allein ergäbe 40 Bahnen/h und ist im signalgeführten Betrieb in einem Tunnel eigentlich gar nicht machbar. Die Kapazitätsgrenze würde ich eher bei 30 Zügen/h sehen, also etwa zwei 4/6-min-Takte und ein 10-min-Takt. Das ist leider etwas inkompatibel mit dem 7,5/15-min-System.
Eine Option wäre: Nur 7,5-min-Takt, aber "Stadtbahnlänge" 75 m. Das erfordert den aufwändigen Ausbau der Außenast-Stationen.

- In Großbasel gäbe es weitere, klassische Trams:
-- Linien 3/4 als Ost-West-Achsen
-- Linien 5/6 (15/16) von ihrer Schleife in die Innenstadt und nach St.Louis.
-- Linie 2 bischen unglückliche Gurkenform als Resteverwerter.
Die neue Querverbindung der Westäste Allschwil und Neuweilerstr zur Universität ist natürlich nicht zwingend. Ich finde es aber sonderbar, das die Linienläufe heute erstmal an der Innenstadt vorbeiführen (6 Heuwaage, 8 Hbf).

Auf die Positionen der Rampen will ich mich natürlich nicht festlegen.

.

Noch verrückter wäre die Mischgenutzung des Tunnels durch Stadtbahn/S-Bahn:

- Stadtbahn 7,5-min-Takt (75 m) Rodersdorf - Weil.a.R.
- Stadtbahn 7,5-min-Takt (75 m) Aesch - Riehen
- S-Bahn 15-min-Takt (150 m) Delemont/Laufen - Lörrach/Zell
- S-Bahn 15-min-Takt (150 m) Olten/Liestal - Rheinfelden/Waldshut

Zusammen als 2,5-min-Takt denkbar. Die Dornacher Linie bliebe reine Straßenbahn, der S1 Laufenburg/Frick bliebe der Innenstadtzugang verwehrt. Der Tunnel müsste natürlich an beiden Bahnhöfen verlängert bzw. die Ausfädelungen/S-Bahn-Stationen gebaut werden.

Mischbetrieb im Tunnel: Dreischiennengleis möglich? Getrennte Bahnsteige (wegen Höhe)? Stromsystem eher Straßenbahn?

Gruß, naseweiß

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