CH: Ausbauschritt 2030: vernünftig (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Freitag, 21.10.2016, 00:28 (vor 3458 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Re 8/12, Freitag, 21.10.2016, 00:29

- Lausanne/Genf-Yverdon: Doppelstockausbau.


Für welche Zugläufe?


Die Lage ist verworren. In einer anderen Zeitungsmeldung ist die Rede davon, dass auf der Strecke Zürich-Biel der Halt in Grenchen dank Einsatz von Twindexx Express mit besserer Beschleunigung erhalten bleiben kann. Fahren diese Twindexxe von Biel weiter nach Yverdon und Lausanne, was bisher die Domäne der Neigezüge war? Eigentlich sollten die Twindexxe auf dieser kurvigen Strecke auch mit WAKO (wenn sie denn so gut funktioniert wir versprochen) die ICN-Fahrzeiten nicht halten können. Vorteil wäre allerdings die Rollstuhltauglichkeit, welche bis 2023 bis auf wenige Ausnahmen überall bestehen muss.

Wenn das die Problemstellung ist, frage ich mich, ob man nicht einen (allenfalls nur 11 Meter langen) Zusatzwagen in die ICN einfügen könnte - motorisiert und mit Tiefeinstieg.

Ich sehe eine gewisse Gefahr für einen Teufelskreis: Luzern bekommt kaum Ausbauten, daher kaum Zuzüger, und daher keine Überlastung, und daher weiterhin kaum Ausbauten. In Zürich ist es umgekehrt, wegen gut ausgebautem ÖV starkes Wachstums es ÖV und weiterer Ausbauzwang.

Das sehe ich nicht so pessimistisch. Nach meinem (zugegebenermassen oberflächlichen) Eindruck gehört die Innerschweiz zu den Regionen, die punkto Bautätigkeit und "Zersiedelung" ganz vorne liegen. Im ungünstigsten Fall hat man halt vielleicht eine Zeit lang einen schlechteren Modal Split. Oder man wickelt Teile des Pendlerverkehrs über den Vorstadtbahnhof Emmenbrücke ab. Dass mangelnde Qualität des öV-Angebots Zuzüger abschrecken würde, wäre ja für Eisenbahnfans eigentlich eine gute Nachricht, doch fehlt mir da ein wenig der Glaube.

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