Basel (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Montag, 24.10.2016, 02:34 (vor 3454 Tagen) @ caboruivo

Und darum schreibst du weiter unten, dass man auf den Badischen verzichten kann?

Der Badische hat eine Erschliessungs- und eine Knotenfunktion. Für die Erschliessungsfunktion ist der gegenwärtige Standort nicht ideal, näher beim Zentrum wäre besser. Bezüglich der Knotenfunktion stellt sich halt einfach die Frage, ob es mit vertretbarem Aufwand möglich ist, die beiden heute existierenden Knoten Basel SBB und Bad. Bf. an einem einzigen Ort zusammenzuführen. Wünschbar schiene es mir allemal, denn wir möchten zwischen der Schweiz und Deutschland ja so was ähnliches wie Hochgeschwindigkeitsverkehr. Für HGV betragen die Abstände zwischen den Halten typischerweise etwa 100 km. Hält man alle paar Kilometer an und fährt dazwischen noch so langsam wie wir in der Schweiz, kann man letztlich schlicht nicht mehr von Hochgeschwindigkeit reden.

Mittel- bis langfristig soll es ja vielleicht irgendwann mal auf der Rheintalbahn zu einem Halbstundentakt kommen. Dann würden drei der vier Züge pro zwei Stunden weiter in andere Landesteile kommen.

Kämen dann wirklich drei bis vier Züge pro Stunde nach Basel, oder einfach je einer zur vollen und zur halben Stunde (bzw. zu den Viertelstunden 15 und 45)?

Die neuste Herzstückvariante ist leider eine Verschlechterung. Warum hat man nicht an der Variante Mitte bzw. der Variante Y in seiner ursprünglichen Form festgehalten?

Verschlechterung würde ich's nicht unbedingt nennen, aber der Entwurf ist noch unausgegoren, weil die Knotenfunktion des Badischen Bahnhofs nicht gewährleistet ist. Da muss natürlich noch nachgebessert werden. (Meiner unbedeutenden Meinung nach wäre wie gesagt eine Verschiebung nach Basel SBB die sinnvollste Lösung.) Ansonsten bringt die neue Variante aber schon Verbesserungen:
- Die unsägliche Schleifenfahrt zwischen den geographisch nur 1 km auseinanderliegenden Kleinbasler Haltepunkten Clarastrasse und Bad. Bf. wird überwunden.
- Die Erschliessung des Roche-Hauptsitzes wird thematisiert, wenn auch noch nicht ideal gelöst.
- Indem Fernverkehr wenigstens auf dem EAP-Ast zugelassen wird, kann die drohende Überlastung der Elsässerbahn aufgefangen werden.

Die Evaluation war meiner Meinung nach ein wenig einseitig:

Das kann schon sein. Sicher sind solche Studien nicht immer der Wahrheit letzter Schluss, sondern dürfen kritisch gelesen und auch mal gegen den Strich gebürstet werden. Allerdings gibt es schon auch gute Gründe, die Erschliessung der Innenstadt zu priorisieren. Es werden unter dem Strich hier eingach am meisten Arbeitsplätze erschlossen.

So spielte die Möglichkeit, dass sich Basel Nord stark entwickelt, z.B. mit dem Novartis-Campus, keine Rolle bei der Auswertung der Varianten.

Ich denke, das wurde schon mitbedacht. Die Erschliessung des Novartis-Campus erfolgt durch den S-Bahn-Haltepunkt St. Johann. Wie tauglich diese Lösung (Fusswegdistanz ca. 800 m) wirklich ist, kann man diskutieren. Mein Eindruck ist, dass an dieser Station nicht allzu viel Betrieb herrscht.

während man beispielsweise bei der Variante Ring 4 sogar eine provisorische Verschiebung eines Polizeipostens erwähnt.

Also dass man sich auf die Polizei verlassen kann und die immer dort ist, wo man sie sucht, ist doch immer noch etwas vom wichtisten ... ;)

Mit einer schlauen Linienführung, z.B. via Rosensteinbrücke, kann diese Nordtangente sogar für den Güterverkehr genutzt werden, der dann St-Louis-Bad Bf-Gellert-Basel SBB RB verkehren könnte.

Da gäbe es in der Tat interessante Möglichkeiten.

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