Kann ich nicht beantworten, Bauchgefühl sagt aber ja. (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 08. September 2016, 12:52 (vor 986 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von ICETreffErfurt, Donnerstag, 08. September 2016, 12:56

Die Frage ist, ob das gerechtfertigt ist oder ob das was mit Protektionismus zu tun hat.

Verschleiß tritt bei einer Bremsung doch vor allem Fahrzeug auf und nicht am Fahrweg. Dem Fahrweg kann es doch egal sein, wie der Zug gebremst wird?

Das Problem ist, dass kein einziger ICE-Triebzug genügend Leistung auf der E-Bremse hat, um im Gefälle die 300 km/h halten zu können. Würde ein ICE3 nur mit E-Bremse bremsen, würde er trotzdem schneller werden.

Die Scheiben der Druckluftbremse würden bei diesen Belastungen sehr schnell ausglühen, eventuell sogar brechen. Zudem verursacht jedes verzögernde Rad eine mechanische Stauchung und Scherung an den Gleisen. Die Wirbelstrombremse hingegen setzt die Bewegungsenergie primär in Wärme um. Die Gleiskörper werden dadurch erwärmt erfahren aber eine deutliche geringere mechanische Belastung längs der Fahrtrichtung.

Die lineare Wirbelstrombremse bietet viele Vorteile, wenn die Streckentechnik gegen Magnetfelder abgehärtet ist.

Eine Magnetschienenbremse kann man bei hohen Geschwindigkeiten über 90 km/h eh nicht einsetzen, da diese wohl mechanisch zerstört werden oder starke Schleifspuren an den Gleise hinterlassen würde.


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