Mannheim--Stuttgart, Fernbahntunnel Frankfurt (Allgemeines Forum)

bigbug21, Freitag, 03.07.2020, 22:11 (vor 2105 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger,

Das stimmt grundsätzlich. Noch offen ist dabei die Frage, inwieweit wir auf der NBS nicht auch 285, 290 oder gar 300 km/h fahren können...


Ich denke, der Zug ist mindestens für die nächsten 30 Jahre abgefahren, da die Strecke gerade renoviert wird. Natürlich hätte man sich überlegen können, die Betriebspause für den Einbau einer festen Fahrbahn zu nutzen. Andererseits muss natürlich auch immer hinterfragt werden, welche Investitionen man für 2 Minuten bereit ist zu tätigen. Ein ITF - Fahrplan ist eben wahrscheinlich auch ohne den Komplettumbau der Strecke möglich - wenn auch mit einigen Einschränkungen.

2 Minuten Fahrzeitersparnis für den Fernverkehr auf dieser Strecke dürften uns nach volkswirtschaftlicher Bewertungsmethodik durchaus eine gute Milliarde Euro Wert sein. Damit lässt sich viel bewegen.

Mir ist zumindest auch kein Grund bekannt, warum ein moderner Schotteroberbau mit aerodynamisch unterflur sowieso optimierten 300-km/h-Zügen -- und nur über solche Züge sprechen wie im Horizont 2030+ -- nicht verkraften sollte. Für die Schotterabschnitte von Hannover--Berlin müssen wir dieses Thema in Deutschland sowieso angehen.

[... Fernbahntunnel Frankfurt ...]

Was den Tunnel angeht: Ich vermute, dass man sich eine gewisse Flexibilität erhalten möchte. Das große Problem ist, dass der Main sehr tief unterquert werden müsste. Ich kenne die geologischen Gegebenheiten nicht, vermute aber einen sehr sandigen Untergrund. Wenn eine große Tiefe erforderlich ist, kann es sein, dass man bis Sportfeld nicht mehr die erforderliche Höhe für alle anderen Verbindungen gewinnt. Das ist aber Spekulation - der Tunnel ist ja auch gerade erst in der Voruntersuchung.

Ich kann (oder will?) es nicht verstehen. Was hält uns davon ab, im Anschluss an Frankfurt Hauptbahnhof schnell mit 30 oder 35 Promille abzutauchen, damit auch schnell zu beschleunigen, um die 100 Meter unter dem Gelände unter dem Main durchzugehen und unter einer Abwägung von Länge/Kosten und Geschwindigkeit südlich des Stadions wieder aufzutauchen? So ein Tunnel würde einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag kosten -- mit einigen Minuten Fahrzeitverkürzung aber durchaus einen niedrigen Milliarden-Euro-Nutzen volkswirtschaftlich stiften.

Es erschließt sich mir beim besten Willen nicht, warum in der Machbarkeitsstudie nicht in diese Richtung gedacht wird.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten


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