Internationaler HGV-Halbstundentakt ist eine Illusion (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 10.06.2021, 02:33 (vor 10 Tagen) @ ant6n

Es geht doch gerade darum, Auto und Flugzeug abzulösen. Wenn man auf bestimmten Relationen die Fahrzeiten halbiert, dann ist eine Vervierfachung des Angebotes nicht unrealistisch. Vergleiche doch mal München-Berlin über die letzten 20 Jahre: die Reisenden-Zahlen haben sich doch bestimmt mehr als vervierfacht.

Das Netz ist doch jetzt schon total überlastet. Vervierfachung des FV braucht midestens Verdopplung der Infra, d.h. entweder Bestandsstrecken verbreitern auf 4-6 gleisig (ja, ich weiss, betriebl. sind das mehrere zweigleisige Strecken nebeneinander die getrennt behandelt werden), oder komplett neue Strecken bauen, die Orte ohne FV-Anbindung links liegen lassen. Letzteres wäre auch für Güterverkehr sinnvoll.
Aber das würde die autofahrenden Wutbürger wieder auf den Plan rufen, wenn ihr Steuergeld für sowas altmodisches wie Eisenbahn ver(sch)wendet wird, das besser gestern als heute abgeschafft gehört und ohnehin nur dienigen nutzen, die sich kein Auto leisten können... Das ist leider die Denkweise von so einigen SUV-Fahrern, die nicht ausstehen können, dass in Öffis auch noch andere Leute drin sind und die daher auch keine 10 Pferde in einen Zug bekommen würden.
Politisch hat die Eisenbahn schon immer einen schweren Stand in Deutschland aber das Volk will es so. Das Umdenken bzgl. Klima ist noch längst nicht so stark, für einen Durchbruch für eine richtige Wende, wo alles andere der Eisenbahn untergeordnet und das Volk das merheitlich begrüssen würde.
Ausserdem dürfte die DB kein Wirtschaftsunternehmen mehr sein. Die Kapazität von PKW und Fluchzeugen pro 30 Min. die wirklich zw. Berlin und München unterwegs sind (also abzgl. Teilstrecke) würde auf Drei- max. Fünf-Wagen Züge hinauslaufen. Für Trassengebühren und Energieverbrauch würde die Auslastung nicht reichen um das profitabel durchzuführen.
Da sind wir wieder beim TR, der extra für solche Verkehre mit kurzen Zügen die dafür aber in dichtem Takt (ab 10 Min) unterwegs sind, ausgelegt worden ist und daher besser geeignet wäre. Zwischen den Metropolen >500.000 Einwohner kommt man da nicht dran vorbei. Das wäre dann international ausbaufähig.
Alles kleinere erhält keine TR-Station und da kommt der ICE wieder ins Spiel:
Mit der Schiene sollte man die Zubringer zum TR verbessern um Regional-Fluchhäfen einstampfen zu können. Man bräuche Express-Züge mit ganz wenig Zwischenhalten. Nur mal die Beispiele um Inlandsflüche ab Friedrichshafen, Memmingen, Saarbrücken und Karlsruhe zu grounden:

Da muss man halt mal den Mut haben auch in Ulm und Mannheim durchzufahren.
Und es wären viele Baumsassnahmen nötig - auch auf der Schiene, um wirklich alle Inlandsflüche abzuschaffen. Das können nur Transrapid & ICE gemeisam indem der TR die ICE-Strinter ablöst, die dafür in Regionen vorstossen, die vom FV seit dem Ende der IR abgehängt sind und hier den Leuten Anschlüsse zum TR und damit schnellere Alternativen zum Fluchzeug bieten.
Aber wie erwähnt, ist Deutschland nicht Japan und daher ist das sehr unrealistisch. Selbst die Ambitionen, die DB mit Verdopplungen durch den D-Takt hat, sind ohne Ausbauten mehr Wunsch als Ralität.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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