Gerne - mit konstruktivem Vorschlag! (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 08.06.2021, 17:33 (vor 8 Tagen) @ bendo

Hallo bendo,

Und ebenfalls zum tausendsten Male: Trotz dieser Unterschiede wären viele Verbesserungen, hin zu einem echten HGV-Netz möglich! Z.B. durch (die bereits genannten) Umfahrungen. Die scheitern m.E. weniger an der Sinnhaftigkeit, sondern am politischen Willen!

-> politische Angst. Das ganze erinnert mich an das Entscheidungsverfahren "goldenes Tor" beim Fussball (wurde aus dem Eishockey übernommen). Die Angst zu verlieren war grösser als die Wille zu siegen. So ist es hier auch. Beispiel Mannheim. Ja, der eine oder andere ICE International, TEE 2.0 oder TGV Duplex würde da vorbeifahren. Aber "normale" ICEs sollen nach wie vor im Hbf halten. Halbstündlich Korrespondenz K/F - MA - M/Basel wie geplant im Deutschlandtakt. Und meinetwegen kommt man stündlich nach Strasburg (Anschluss an TGV Duplex nach Bordeaux und/oder Marseille) und Paris.

An Umfahrungen bestünde zusätzlich die Möglichkeit für Bahnhöfe "auf der Wiese", die einerseits mit Vmax durchfahren werden können und andererseits, z.B. mittels schnellen Zubringern, trotzdem eine Anbindung der Stadt bieten könnten.

Die französische Umsetzung finde ich eher suboptimal; da steht man im Nirgendwo.
Schon besser gelungen finde ich Reggio Emilia Mediopadana. Hier findet man in direkter Nähe Autobahn, Fussballstadion, (Diesel-)S-Bahn, Stadtbus und Regionalbus. Nicht-haltende Züge fahren mit Vollgas vorbei. Video.

Für Deutschland müsste man möglichst viele Modalitäten zusammenbringen. Auto, Regionalbus/-bahn, Fernschnellbus, Regionalexpress. Hinzu Call-a-bike und Carsharing.

Denkbar wäre "Walsrode ICE", halbwegs Hamburg-Hannover, an einer noch zu bauen Rennbahn Hamburg-Hannover/Dortmund. Nahe A7/A27, nahe Heidekreis/Soltau, Anbindung am Nahverkehr und Busknoten. Kuppelzug München-HH/HB wird dann hier getrennt und nicht mehr in Hannover. Und während des Trennungsvorgangs kann ein ICE International Brüssel-Hamburg hier mit Vollgas vorbeifahren.

Nein, du wärst nicht Einziger! Der (vermutlich mit etwas Sarkasmus vorgeschlagene) Bahnhof "Osterburken ICE" würde in meinem Fall bedeuten, dass ich dorthin mit dem PkW über die A81 in 30min fahre. Von dort wären deine genannten Metropolen in sehr kurzer Zeit per ICE erreichbar. Aus meiner Sicht entspräche das einer sehr guten, effizienten und auch klimaverträglichen Reisekombination.

Osterburken war/ist Endpunkt der Rhein-Neckar S-Bahn. A81/B292 und Strecken nach Mosbach/Heilbronn.
Crailsheim liegt nahe A6/A7 und an die Fernbahn Stuttgart-Nürnberg. Umstieg nach Aalen, Schwäbisch Hall, Ansbach.

Etwas ernster, aber bereits in guter Näherung zu Deinem Vorschlag wäre die Variante, "Bypass F-Flug", SFS RMRN, Bypass Mannheim, SFS MA-S, S21, "Bypass Ulm/Ulm-ICE","SFS Ulm-A8-M" mit "Augsburg-ICE". Alles unter Einbezug bereits bestehender oder geplanter SFS UND der Möglichkeit für Zwischenhalte für den "A-Verkehr" sowie kurze Reisezeiten für "A+" (Sprinter). Auch der Kostenaufwand wäre überschaubar im Vergleich zu mehreren Hundert km neuer SFS, der Kosten für eine Pandemie oder einer Bankenrettung...

Die kompromisslose Trassierung habe ich gerade angewendet wegen der Bypass-Angst. Allerdings könnte man statt Frankfurt-München auch Frankfurt-Augsburg überlegen. Wäre 270 km Strecke -> 1:10. Augsburg-München ist schon ausgebaut (0:30). ICE International Amsterdam-München 4:00.

Bei Ulm und Augsburg würde ich die Innenstadthalte beibehalten. Mehrwert wäre nur die (nördlichen) Randviertel der Stadt. Das funktioniert bei einer Grossstadt wie Paris (Massy) aber dafür sind Ulm und Augsburg wohl zu klein.
Auf Mailand-Bologna dasselbe Princip (Piacenza, Parma, Modena) und das funktioniert gut:
+ Frecciarossa kann Mailand-Bologna nonstop mit Vollgas fahren
+ langsamere Frecce können die Strecke für den obligatorischen Halt verlassen
+ ICs die in allen Städten halten, befahren die (für 180 km/h ausgebauten) Altstrecke

Also (REM = Reggio Emilia Mediopadana):


MI===============REM==========BO
     \  /  \  /   |    \  /
      PC----PR----RE----MO

S===================M
    \  /      \ /
     UL---GZ---A


"Rhein-Neckar ICE" als Zusatz für Mannheim und Heidelberg wird aus ähnlichen Gründen auch nicht funktionieren. Man möchte nach Mannheim oder Heidelberg, also nimmt man den Zug die die Hauptbahnhöfe ansteuert. Nach Valence oder Avignon würde ich ja auch "Ville" nehmen; die TGV-Bahnhöfe sind eher für Jean-Claude und Marie-Claire die dort 30 Renault-Minuten entfernt wohnen. Aber 30 Volkswagen-Minuten rundum "Rhein-Neckar ICE" gibt es bereits soviel Nahverkehr (z.B. Regio-Trambahn Mannheim) dass man eher damit zum Hauptbahnhof fährt.


Nun ja, im Forum diskutieren wir nicht zum ersten mal darüber. Etwas ermutigend sind solche Beiträge des Spiegels (u.a, gerade anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums gab es noch weitere...), die zeigen, dass tatsächlich etwas im Argen liegt und das Thema in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen ist.

Klar, es kann alles besser und es wird auch alles besser.

Schweden, die baltischen Staaten (Rail Baltica), Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, die Balkanstaaten, alle möchten Rennbahnen und Rennzüge haben. Tschechien sieht Prag sogar als neues Europa-Drehkreuz.

Es kostet aber auch viel Zeit, Geld und Geduld.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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