DB Fernverkehr blockiert wirtschaftliche Kundenbindung (Allgemeines Forum)

Kundenzug, Mittwoch, 25.06.2014, 15:20 (vor 4299 Tagen) @ sb

Wenn man stark auf den Normalpreis setzen möchte, dann sollte man die Kostenstruktur flexibilisieren.

Denn was wird man noch mit auslastungsbezogenen Preisen lenken können, wenn der Normalpreis selbst schon sehr moderat ist?

Ein flexibles Zugkonzept hilft die Kosten besser an die Nachfrage anzupassen. Die Kosten pro Sitzplatzkilometer würden dadurch zwar steigen, da das Material weniger gut genutzt wird und die verbleibenden Zugkosten auf weniger Sitzplätze umgelegt werden müssten.
Der Vorteil des einheitlichen, moderaten Normalpreises ist aber auch nicht zu verkennen.

Da in der Kalkulation der Züge die Fixkosten der Trasse und der Stationen eine große Rolle spielen, lohnt es sich, diese näher anzusehen. Eigentlich sind dies keine Fixkosten. Erst das Preissystem des Netzes macht es zu Fixkosten in der Zugkalkulation. Von daher wäre zu überlegen, ob der Preis einer Fahrplantrasse im Personenverkehr nicht eher an deren wirtschaftlichen Verwertbarkeit ausgerichtet werden sollte.

Ein variabler Trassenpreis könnte die Rentabilität der Züge zu unterschiedlichen Tageszeiten und auf unterschiedlichen Relationen ausgleichen. Denn letztlich geht es beim Netz nur um Deckungsbeiträge und lange nicht um Eigenwirtschaftlichkeit. Daher fände ich es sinnvoll, dass sich beim Netz die Renten sammeln, die das System Eisenbahn generiert.

Ich gehe davon aus, dass eine solche Preisgestaltung im Netz den Wettbewerb der Verkehrsdienstleistungen auf der Schiene eher verbessern würde. Das gilt aber nur, wenn verschiedene Hürden abgebaut sind und hierbei denke ich insbesondere an die Anschlüsse und die damit verbundenen Tariffragen. Denn wenn hier ein Konkurrent im Fernverkehr einen Nachteil hat, hätte er keine Chance seine Verkehrsleistung vergleichbar gut zu verwerten und die daraus abgeleiteten Trassenentgelte zu bezahlen.


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