Kostenstruktur und Preise (Allgemeines Forum)

Kundenzug, Mittwoch, 25.06.2014, 08:46 (vor 4299 Tagen) @ ICE-TD

Voting by feet. Es ist das eine, was die Leute wollen. Es ist was anderes, was die Leute kaufen. Der Fernbus wird mit billigen Preisen und enger Sitzplatzdichte zumindest gut angenommen.

Fixkosten sind spätestens dann kein Argument mehr, wenn der Zug schon im Fahrplan steht und noch Spielraum zur Vergrößerung hat. Insbesondere auf den Hauptstrecken, die die Fernbusse als erstes attackiert haben, dürfte das bundeseigene EVU kein Fixkostenumlageproblem haben. Andernfalls müsste dessen ganzer Fernverkehr ein Zuschussgeschäft sein. Und spätestens wenn man die Sitzplatzkilometerkosten und die Personenkilometerpreise der Billigflieger mit denen des bundeseigenen EVU vergleicht, relativiert sich das Kostenargument ganz schnell.

Wenn es nach den komparativen Vorteilen des Fernbus gegangen wäre, so hätten die als erstes auf den schlecht mit der Schiene erschlossenen Nebenstrecken, wie beispielsweise Freiburg – München ihren Siegeszug antreten müssen. Statt dessen haben sich die meisten Fernbusanbieter auf die Sahnestrecken der Eisenbahn gestürzt, was meinem Verständnis nach ein verheerendes Zeugnis für das Eisenbahnangebot auf diesen Relationen ist, da die Fernbusse mit dieser Strategie sogar Erfolg hatten.


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