DB Fernverkehr blockiert wirtschaftliche Kundenbindung (Allgemeines Forum)

sb, Mittwoch, 25.06.2014, 12:45 (vor 4299 Tagen) @ regiobaden
bearbeitet von sb, Mittwoch, 25.06.2014, 12:45

Normalpreis sollte das sein, was im Namen steckt: Der übliche Preis für die meisten, nicht der Abschreckpreis in der Rush-Hour.
Sowas solltest du als Peak-Time-Zuschlag einführen und nicht Normalpreis nennen.
Zugbindung auszubauen finde ich auch eine schlechte Idee, da der große Vorteil der Bahn doch gerade der mehr oder weniger dichte Takt ist. Hier schlage ich einen billigeren Normalpreis oder eine Art "Sparpreis Flex" vor und dann einen Rush-Hour-Zuschlag freitags...

Volle Zustimmung!

DB Fernverkehr hat bis heute nicht wirklich aus der PEP-Tarifkatastrophe aus 2002 bzw. 2003 gelernt, als es massive Proteste gegen die zwischenzeitliche Abschaffung der BahnCard50 gab; stattdessen versucht man verbissen, weiterhin den mathematischen Rafinessen des Yield Managements zu fröhnen, statt auf ein attraktives und erfolgreiches Preissystem umzustellen:

- Normalpreis = gleichbleibender Entfernungstarif als Vergleichsbasis mit anderen Verkehrsmitteln (dieser könnte gegenüber dem heutigen auch deutlich gesenkt werden unter Abschaffung weiterer Rabattkarten)

- Sparpreis = Sonderpreis für einzelne(!) Relationen zur Verbesserung der Auslastung, nicht als Quasi-Normaltarif

Während der Aufwand (Marketing, Vertrieb) für Stammkunden gering ist, ist er für Gelegenheitskunden hoch; folglich subventionieren im aktuellen Preissystem die Stammkunden der Bahn faktisch die Gelegenheitskunden, weil DB Fernverkehr nicht verstehen will, wie eine dauerhafte Kundenbindung auch wirtschaftlich realisierbar ist!

Zusätzlich ist ein regional-modularer Netztarif ähnlich dem der Tschechischen Bahn wünschenswert sowie eine Abschaffung der Zuschläge für Verbindungen abseits von HGV-Strecken (vgl. Niederlande, Belgien).


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