Der Staubsaugereffekt des grellfarbenen Zugteils (Allgemeines Forum)

GUM, Mittwoch, 25.06.2014, 12:00 (vor 4299 Tagen) @ agw
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 25.06.2014, 12:01

Der Cpmz-Teil besteht dann aus einem Steuerwagen und zwei Mittelwägen, die auf die andere Seite der Lok gehängt werden. Und dann in Stuttgart oder München einfach stehenbleiben oder abgehängt werden.

Wenn München der Endpunkt einer IC-Linie München-Frankfzrt wäre, dann würden die Wagen hier in Südrichtung stehen und könnten dann in Stuttgart einfach auf die Rückleistung verschoben werden.

Kostet nur eine Rangierlok-Transaktion pro Fahrt. Vielleicht kann man durch eine coole, spacige Inneneinrichtung auch junge Kunden gewinnen?


Ich glaube gerade sowas wie Kurs-Wagen sind total utopisch. Die werden eher abgeschafft, da man überhaupt kein Rangieren während der Reise mehr will. Das kostet viel zu viel, vor allem, wenn man es nur ein paar mal am Tag machen muss.
In Stuttgart wird ja auch gar kein Platz mehr sein, irgendwie was schnell zu verschieben oder abzuhängen. Da wird kurz gehalten und dann weiter.

Stimmt! Deshalb müsste ein Projekt auch vor Fertigstellung von S21 gefahren werden :-)

Meine Idee stellt auch das gesamte Konzept fester, unveränderlicher Zugeinheiten in Frage. Warum soll es denn unbedingt genau so sein, dass die Bahn täglich mit einer festen 7er- oder 14er-Einheit fährt?

Könnte man nicht Donnerstag bis Sonntag preisorientierten Freizeitverkehr "abgreifen", in dem das Platzangebot des ICs um die etwa 280 Plätze der drei Waggons erhöht wird?

Gleichzeitig kann man ja die 29er/39er Sparpreis-Kategorie an diesen Tagen in diesem Zug sperren und verkauft die dann nicht mehr so überfüllte 2. Klasse für 49 Euro Mindestfahrpreis?

Und bei einer dritten Klasse hast du halt noch mehr interne Fragmentierung.
Diese Effekte stören doch schon die meisten bei der 1.Klasse. Irgendeine Klasse ist halt immer zu klein (und sorgt damit für teurere Fahrkarten) und eine andere ist zu groß, sorgt damit für die bekannten 21 Euro Sparpreise in der 1.Klasse.

Genau darauf würde ein solches Projekt hinauslaufen. Etwas ganz Neues und Ungewohntes anstatt das Preismodell fortzusetzen und noch weiter zu fragmentieren. Die grellfarbene Fahrt im Cpmz kostet - gedruckt auf einem ebenso grellen Papierticket - immer dasselbe.

Platzreservierung erfolgt einzig und alleine durch das "Hochzählen" der verkauften Fahrkarten. Bei 280 ist der Zug dann halt voll.

Das jetztige Prinzip ist doch schon ganz gut. Man müßte es nur "gerechter" machen.
Zum Beispiel durch Zurückfahren der Sparpreise in der 1.Klasse und dafür günstige Upgrades für 2.Klasse-Normalpreis-Tickets.
Diese Upgrades gibt es ja schon (per Email kurz vor Reisetag), aber eben auch für 2.Klasse Sparpreistickets, was ja eher Schwachsinn ist.

Dieses Prinzip wendet die British Airways ja sehr erfolgreich an. Im Luftverkehr ist es aber so, dass der Reisende vor dem Losfliegen sowie irgendwie einchecken muss. Also "Manage my booking" online aufruft oder vor dem Bag Drop zum Einchecken geht. Dort kann man dann das Upselling durchführen.

Offen gesprochen ist mir das aber für eine Bahnfahrt mit relativ kurzer Reisezeit schlichtweg zu zeitaufwendig.

Durch dieses einfache schnelle Ticketkaufens des grellfarbenen Zuges werden Kundengruppen an die Bahn herangeführt, die später vielleicht höherwertige Tickets kaufen. Vor allem verhindert man, dass der Fernbuch versucht, die Bahn auszuhungern.

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