Luxembourg - Strabourg in 01:25 h? (Allgemeines Forum)

naseweiß, Donnerstag, 25.10.2012, 19:08 (vor 4908 Tagen) @ Twindexx

Die Verlängerung der LGV Est bringt es fertig, dass die TGV Zürich-Paris plätzlich via LGV Est schneller sein werden als via LGV Rhin-Rhône. Das bedeutet, dass dort über eine halbe Stunde eingespart wird. Die Eröffnung der LGV Rhin-Rhône hat die Fahrzeit Zürich-Paris um eine halbe Stunde gekürzt. Das heisst, dass die Verlängerung der LGV Est mehr als eine halbe Stunde bringen muss, damit die Aussage stimmt, dass der TGV Zürich-Paris dann wieder über Strasbourg schneller sei.

Wieso so eine komplizierte, indirekte Herleitung?
LGV-Est, Fahrzeiten: Strasbourg-Paris, heute 02:20 h, mit zweitem Teil 01:50 h.

Diese 30 min Ersparnis gelten für 320 km/h (?) über die vollen 106 km des zweiten Abschnitts, bzw. der Ansatz-/Endpunkt der schnellen Fahrt verschiebt sich um diese Länge nach Osten. Dagegen soll der Bruxelles-Chur-Express nur 220 km/h (?) fahren und muss vor Baudrecourt wieder bremsen, also angesichts der Verbindungkurve, die schon östlich des Beginns des zweiten Abschnitts beginnt und Beschleunigung/Bremsen vielleicht nur 95 km vmax.

Daher sind für mich die 01:25 h für Strasbourg-Luxembourg realistisch. Du bist hingegen nur von 17 min Ersparnis bei der LGV Est ausgegangen und das glaube ich nämlich kaum, dass das nur 17 min ergeben.

Gut, vielleicht war 17 min zu wenig und man spart man 20 min, sicher aber nicht die 30 min der TGV nach Paris. Damit landet man von heute ziemlich genau 2 h bei 01:40 h.

Lösung könnte vielleicht sein, dass die Neigetechnik auch zwischen Luxembourg und Thionville sowie Metz und Baudrecourt eingesetzt wird. Diese Abschnitte sehen lohnend aus. Wenn dann noch Reserve gestrichen wird und der Halt Thionville, dann könnte es gerade klappen und die restlichen 15 min reinkommen.

Ich habe bisher nur einen Vertrag zur Anbindung Luxembourgs an den Verkehr der LGV Est gefunden. Dort ist auch genau von den 01:25 h die Rede, aber nur die LGV-Est als Maßnahme erwähnt! Da Luxembourg-Paris mit 02:15 h beschrieben ist, was es aktuell gibt, ist keine kurze LGV Luxembourg-Metz angedacht. Die zweite Phase der LGV-Est bringt aber 30 min für Züge nach Paris, für Züge nach Metz definitiv weniger. Dazu ist von TGV-Garnituren für die Verbindung die Rede. Da bei den Neigetechnik vermutlich nie ein Thema war, kann die Neigetechnik nicht unbedingt der Schlüssel zu dieser Angabe sein.

Ich dachte allgemein, dass in Selestat, Colmar, St-Louis weiter gehalten wird, im Takt mit den TER-200.

Wenn der ETR 610 dann dort schneller als 200 km/h fahren soll, wird der auch nicht mehr in diesen TER-200-Takt passen. Dann kann der Fahrplan sowieso neu geschrieben werden.

Die 20 km/h mehr machen einen gewaltigen Unterschied. Klar, der Fahrplan wird ggf. sowieso geändert. Im Sinne des Candencement, das auch in Frankreich einhalten soll, passte die Verbindung beider Linie aber.

Übrigens fiel mir noch auf, dass Colmar größer als Thionville oder Arlon ist. Größe ist natürlich nicht Alles, aber ein richtiger Fernzug, bei dem es nur um die minimale Fahrzeit geht, sollte dann dort (Thionville und Arlon) wohl auch durchfahren. Thionville müsste für die 01:25 h Luxembourg-Strasbourg vermutlich sowieso geopfert werden, siehe Überlegung. Arlon scheint wohl ein Kompromisshalt zu sein, damit der äußerste Süden Belgiens was von den Expressen hat. Bis dorthin erreichen sie gegenüber den klassischen, belgischen IC dann auch den größten Zeitvorteil.

--
[image]


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum