Problem Stuttgart-Ulm nicht optimal zu lösen. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 02.04.2012, 15:41 (vor 5118 Tagen) @ Alphorn (CH)

Holger2:

Wieso sollte die NBS Wendlingen - Ulm nicht dringend nötig sein?

Alphorn (CH):

Laut Wikipedia sollen auf der Strecke 53 Züge pro Tag und Richtung verkehren, das wären drei pro Stunde. Und solche Zahlen können, wie man auf Nürnberg-Erfurt sieht, durchaus noch nach unten korrigiert werden.

Ich stelle mich vor:

a. 1h-Takt ICE NRW-Stuttgart-München (Linie 42 verdoppelt)
b. 2h-Takt IC250 NRW-Rheintal-Stuttgart-München (Linie 32)
c. 2h-Takt IC250 Frankfurt-Stuttgart-Salzburg (Linie 62)
d. 2h-Takt RE Stuttgart-Ulm via Rennbahn

Bei 18 Betriebsstunden pro Tag sind das 45 Züge. Vielleicht noch 2h-Takt RE Stuttgart-Flughafen-Tübingen (wenn technisch möglich?) -> 54 Züge.
Nach NL-Vorbild hätte es wohl FV und NV jeweils in Halbstundentakt gegeben. Das macht 72 Züge. Selbstverständlich müssen die Regioverkehre bestellt werden aber Platz dafür sollte es geben.

Drei Züge pro Stunde sind für mich eine passable, aber keine gute Auslastung, insebesondere weil wohl kein Güterverkehr dazukommen wird.

Unsere Hanzelijn (Lelystad-Zwolle) wird für 2 IC + 2 RB pro Stunde gebaut. Man hatte aufgrund dieser niedrigen Zahlen die Importanz dieser Strecke zur Diskussion gestellt.
Auf der HSL-Zuid sollen übrigens bei Vollbetrieb (vorgesehen 2013) 108 Züge pro Tag/Richtung fahren, also das doppelte von Stuttgart-Ulm.

Man ist laut Google trotzdem heute schon per Bahn gleich schnell wie per Auto.

Aber wohl auch nur Bahnhof-Bahnhof. Nur schade, dass man meistens nicht in einem Bahnhof wohnt, arbeitet oder Freizeit spendiert.

Aber vielleicht hätte man viel mehr Autokilometer auf die Bahn verlagert, wenn man das gleiche Geld in guten Nah- und Regionalverkehr investiert hätte? Stuttgart-München fährt niemand täglich, seinen Arbeitsweg hingegen schon.

Bin ich mir nicht sicher, ob keiner Stuttgart-München täglich fährt.
Aus CH- und NL-Sicht gäbe es das "Problem Stuttgart-Ulm" gar nicht, denn die Ist-Zeit Stuttgart-Ulm 60 Minuten ist ITF-konform.
Aus DE-Sicht ist 60 Minuten aber keine konkurrenzfähige Fahrzeit.

Allerdings denke ich, dass das "Problem" Stuttgart-Ulm gar nicht optimal zu lösen ist. Eine Alternative wäre Beibehalt des Kopfbahnhofs und Entschärfung der Altstrecke, damit man den Güterverkehr nicht mehr nachschieben muss. Dafür wäre aber ein Geislinger Basistunnel notwendig; zudem würde Geislingen selber gar nicht profitieren. Wenn dann auch noch die ICEs durch den Tunnel fahren müssen, bleibt vom Güterverkehr nicht viel übrig (bei FV-Halbstundentakt wohl nichts). Bündelt man die IC(E)s stündlich, dann hat man zwar Platz für Cargos aber in Stuttgart etwa ein 55-5 Takt.
Über die Anbindung des Stuttgarter Flughafens habe ich erst noch gar nicht geredet.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum