IC durchs Saaletal wirtschaftlich unsinnig? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 30.03.2012, 16:45 (vor 5120 Tagen) @ Reisender

Hallo Reisender,

Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will. Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG).

Gefährliches Wort, "Fläche". Damit kann man vieles verstehen.
Coburg wäre Fläche, weil der ICE dort wohl nicht halten wird (IC schon).
Jena könnte man auch als Fläche bezeichnen.

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?

Problem ist aber, wie man den Zug erfolgreich durchbinden könnte. Ich erwarte nicht, dass ein prestigeträchtiges Geschäft wie DB ihre ICE-T als IC einsetzt. Dagegen spricht aber, dass man Neigetechnik braucht, um attraktive Fahrzeiten auf der Saalebahn zu schaffen.

Bei uns hat NS dasselbe Problem mit Dordrecht. Diese Stadt (vgl. Jena) befürchtet ihre IC-Anbindung nach Breda (Nürnberg) zu verlieren, weil der Zug bereits in Rotterdam (Leipzig) auf die Rennbahn geht.

Denkbar wäre noch: Dresden-Leipzig-(Saaletal = langsam)-Nürnberg-(Rennbahn = schnell)-München,
als Alternative zu Berlin-Halle-(Rennbahn = schnell)-Nürnberg-(Augsburg, langsam)-München (Vorschlag "naseweiß").


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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