Zu geringes Potential (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 30.03.2012, 16:41 (vor 5120 Tagen) @ Reisender

Moin!

@naseweiß: Erfurt hatte ich nicht bedacht, da ich mich mit Fahrten in die falsche Richtung schwer tue, wenn's zu weit ist.

@safe go: Danke für die Sachinformation. Ansonsten sei aufs generische Maskulinum verwiesen.

@Markus: Eisenach habe ich nicht vergessen. Unter der Annahme einer möglichst direkten Linienführung komme ich nördlich an Wernshausen und Kaltennordheim vorbei (Schmalkalden 21 sozusagen). Realistisch ist das absolut nicht, da stimme ich Dir zu. Das war nur als Provokation gedacht.


@Reisender:

Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will. Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG). Diese Verpflichtung gerät leider immer mehr in Vergessenheit.

Der letzte Satz ist der entscheidende. Es hat allen Anschein, als ob der Bund seiner verfassungsrechtlichen Pflicht nicht nachkommt und keinerlei Anstalten macht, ihnen nachzukommen. War nicht mal von sechs Fernzugpaaren pro Großstadt die Rede?

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?

Da müßte man über entsprechende Zahlen verfügen. In Unkenntnis dieser zweifele ich. Die große Mehrheit der Fernreisenden wird zum (vermutlich) höheren Preis schneller unterwegs sein. Da bleiben die preissensiblen und diejenigen mit Start/Ziel im Saaletal und anschließenden Bahnstrecken. In meinen Augen eine Minderheit.

Ein vertakteter IC über den Frankenwald wäre um einiges langsamer und auch um einiges billiger als der zukünftig via Krämerbrücke fahrende ICE.


Also billiger für die DB und/oder billiger für die Fahrgäste?

Die Gedanken eines Zugreisenden reichten nur bis zu seinen Artgenossen. Sprich: Die Fahrkarte Nürnberg - Leipzig dürfte im IC via Saalfeld billiger sein als im ICE via Erfurt (und zwar mit einer größeren Differenz als die heutigen zwei Euro bei gleicher Strecke).

Da ich eine schwächere Nutzung eines solchen ICs gegenüber dem NBS-ICE unterstelle, vermute ich, daß der ICE auch im Fall, daß er für die DB teurer im Betrieb ist als ein IC, letztendlich für den Betreiber billiger ist als der IC.

Falls mich da jemand mit einer detaillierten Untersuchung widerlegen kann (ich würde das Fachchinesisch allerdings nicht verstehen), gebe ich mich gerne geschlagen.

In meinen Augen hat die Altstrecke nach Inbetriebnahme des Weges via Erfurt ein zu geringes Reisendenpotential, als daß es für einen Zweistundentakt im Fernverkehr reicht.

Viele Grüße, Sören

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