Kann Jena sein ICE-Paradies behalten? (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Freitag, 30.03.2012, 13:52 (vor 5121 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ansonsten wird man sich in Jena wohl mit dem Umstieg in Erfurt abfinden müssen.

Weitere Meldung unter http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Keine-Bimmelbahn-als-Ersatz-fuer-Fernzug...

Wenn das wirtschaftlich- und bevölkerungsstarke Ostthüringen mit seinem ICE-Bahnhof Jena Paradies mit der Inbetriebnahme der Bahnmagistrale Nürnberg-Erfurt-Halle(S)/Leipzig-Berlin jeglichen Fernverkehr verlieren sollte, wäre das natürlich ein Problem. Der künftige ICE-Knoten Erfurt liegt auch nicht gerade bei Jena um die Ecke, sodass ich die Forderungen des Jenaer Fernbahnbündnisses schon nachvollziehen kann.

Muss es aber wirklich soweit kommen? Bislang hieß es doch immer, dass auch nach 2017 zumindest in Tagesrandlage noch ICE über die alte Strecke durch das Saaletal und damit nach Jena fahren werden. Hat sich da etwa etwas geändert? Außerdem dürfte die alte Strecke doch wohl noch als Umleitung bei Störungen oder bei Bauarbeiten auf der künftigen NBS gebraucht werden. ICE-Halte in Tagesrandlage und außerplanmäßige Halte bei Umleitungen stellen natürlich keinen vollwertigen Fernverkehrsanschluss dar, sie aber gleichwohl besser als nichts.

Ich finde das Jenaer Fernbahnbündnis hat Recht und es müsste doch möglich sein, dass ab 2017 dann halt InterCitys oder schnelle InterRegioExpress-Züge im Saaletal verkehren. Was ich mir eigentlich gut vorstellen könnte wäre die IC-Linie 61 Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg über Jena weiter nach Leipzig zu verlängern. Damit würde nicht nur Jena Paradies weiter Fernverkehr haben, auch die Verbindungen von Baden-Württemberg nach Thüringen und Sachsen würden sich dadurch erheblich verbessern. Von Stuttgart nach Leipzig gibt es derzeit z. B. nur schlechte Umsteigeverbindungen.

Da die ICEs München-Berlin wohl auch nach 2017 alternierend über Leipzig und Halle (Saale) geführt werden, hätte ein zusätzlicher IC alle zwei Stunden von Nürnberg über Jena nach Leipzig auch den zusätzlichen Vorteil, dass man von Bayern auch in der Stunde, in der die ICEs via Halle nach Berlin fahren, eine direkte Verbindung nach Leipzig hätte. In Leipzig bestehen wiederum für Reisende aus Ostthüringen Anschlüsse zur Weiterfahrt nach Berlin oder Hamburg. Mit dieser Lösung wäre Jena zwar immer noch schlechter gestellt als heute, aber zumindest nicht vollständig vom Fernverkehr abgeschnitten.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


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