Plattformen machen aber auch abhängig und unsicher (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 27.09.2010, 23:15 (vor 5751 Tagen) @ ice-t-411

2.) Nachfolger für den ICE OHNE Plattformkonzept. Denn die Strecken sind komplett unterschiedlich. Und günstige Einkaufspreise sind nicht alles.


Eigentlich gibt es nur drei Kategorien von Strecken:
* Frankfurt-Köln
* Alle anderen NBS und alle ABS (200 km/h)
* Neigetechnikstrecken

Letztere spielen im Moment keine Rolle, so lange noch genügend ICE T zur Verfügung stehen. Somit kann man die ICE3 auf Frankfurt-Köln bzw. den internationalen Strecken konzentrieren und für alle anderen Strecken reicht dann ein Zug.

Da man sich schon seit dem ICE2 für das Halbzugkonzept entschieden hat, kann ich ohne weiteres verstehen, dass man auf dei Plattformkonzept setzt. Allerdings entwickelt sich die Technik meistens schneller weiter als die Platform, so dass man hauptsächlich über die hohe bestellte Stückzahl sparen wird.

Gruß
Johannes

Der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen. Wenn sich Jahre nach der Inbetriebnahme substanzielle Mängel in der Konstruktion zeigen, so sind gleiche alle Triebzüge betroffen.

Dann ist so ein Ausgleich wie 2008-2010 nicht möglich, wo während der ICE3-Krise ICE-T und IC-Wagenzüge als Ersatzgarnituren gefahren sind oder während der ICE-T-Krise ICE-A und IC-Ersatzgarnituren.

Wenn nun alles auf einer Grundtechnologie beruht, wären alle Züge betroffen und dann würde bei jeder technischen Störung gleich der gesamte Fernverkehr still stehen.

Besser wäre es, wenn man Konstruktionsvielfalt wie im Nahverkehr hätte.

Für die Nebenstrecken wie Berlin-Dresden, Frankfurt-Dresden, Leipzig-Bremen oder Nürnberg-Stuttgart würden es maximal 230 km/h schnelle Triebzüge tun, welche ein besonderes optimiertes Kosten-Nutzen-Verhältnis haben.
Diese Züge können auch als Berufspendler-Züge (mit vmax 250) auf der KRM eingesetzt werden, da man für ein paar Minuten Zugfahrt zur Arbeit nicht unbedingt den allerhöchsten Komfort braucht.

Für Hauptachsen mit relativ konstanten Fahrgastzahlen, sowohl über die Woche als auch über den Tag wie Hamburg-Ruhrgebiet, Hamburg-Hannover-Frankfurt-Basel, Hamburg-Berlin-Leipzig-München, Berlin-Frankfurt-Basel, Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, München-Nürnberg-Hannover-Hamburg, München-Nürnberg-Frankfurt-Köln, München-Stuttgart-Mannheim-Frankfurt-Köln sind besonders lange ICE1-artige Triebzüge mit Höchstgeschwindigkeiten von 300 km/h interessant, die auch schon einmal etwas komfortabel und damit teuer sein können, da sie gleichmäßig ausgelastet sind.

Für Strecken, welche primär auf Urlauberverkehr ausgerichtet sind, wie z.B. Züge zum Bodensee, in die Alpen, zu Nord- und Ostsee würden sich Railjet-artige Lok-Wagen-Züge anbieten, die flexibel sind und der aktuellen Nachfrage angepasst werden können.

Daneben noch irgendeine Neigetechnik-Baureihe für Stuttgart-Zürich, München-Zürich, München-Nürnberg-Hof-Dresden und München-Nürnberg-Jena-Leipzig.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum