JP: Bahnhof Juso vs. Schiphol, Tokyo vs. Utrecht (Allgemeines Forum)

naseweiß, Freitag, 26.10.2012, 17:40 (vor 4916 Tagen) @ Oscar (NL)

Wie viele Züge Schafft Juso denn in der SPitzenstunde, hat da jemand Daten?

Spaß muss sein! Fahrplantabelle habe ich leider keine gefunden, nur:
Linienetz der Hankyu Railway, gäbs auch einfacher, ist aber schön japanisch-kitschig.
Abfahrtstabelle für Juso, nach den 3 Linien bzw. 6 richtungen getrennt.

Wenn, wie im Ursprungsbeitrag, Bahnhof Juso 3x soviele Züge verarbeite, dann seien das also 36*3 = 108 Züge. Dies wären pro Gleis (von insgesamt 6) 3 Linien in 10 Minutentakt.
Das wären dann genau die Kobe, Takarazuka und Kyoto-Strecken.

Wie man Wikipedia entnehmen kann, halten alle Expressformen, wie z.B. Semi-Express, Express, Commutation-Express, Limited-Express, Rapid-Express, Morning-Express, XYZ-ABC-IKL-JMN-Express usw. dort . Klar, man könnte stellvertredend auch einfach die Station Umeda nehmen, die für diese 3 Linien End-/Kopfbahnhof ist. Aber die Betriebsformen wollte ich einfach mal erwähnt haben.

- Hankyū Kōbe Main Line: konstant 2x in 10 min, also 12 Züge/h
- Hankyū Takarazuka Main Line: konstant 2x in 10 min, also 12 Züge/h
- Hankyū Kyōto Main Line: Spitzenstunde 3x in 10 min, also 18 Züge/h
Summe in alle Richtungen: 84 Züge/h

Ich denke nicht, dass man Juso irgendwie mit Schiphol vergleichen kann. Schiphol ist ein zentraler Knoten in einem komplizierten Netz. Dagegen sind das eher drei S-Bahn-Halte nebeneinander.

Interessant ist auch der Vergleich Tokyo vs. Utrecht.
Anzahl der Gleise beider Bahnhofe gleich, aber Tokyo hat nur 10% der Weichen von Utrecht.
Dennoch (oder: demzufolge?) verarbeitet Tokyo 3x soviele Züge als Utrecht.

Auch die kann man nicht so gut vergleichen. Utrecht hat auch extrem viele Weichen, da es dort diese Doppelbahnsteige mit den doppelten Gleiswechseln in der Mitte gibt. In Utrecht kann man von fast überall auf fast jedes Gleis fahren. Dagegen hat man am Hbf Tokio fünf betrieblich unabhängige Bahnhöfe ohne Verbindung untereinander, die beiden Shinkansen-Stationen als Kopfbahnhöfe, einer für die 60 % südlicheres (6 Gleise), der andere für die 40 % nördlicheres (4 Gleise) Japans. Und es hat auch mehr Zufahrtsgleise bzw. sie werden in dichterem Takt und mit je einheitlicheren Zügen bedient.

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