Algorhythmus (Fahrkarten und Angebote)

gnampf, Freitag, 24.07.2020, 20:03 (vor 2058 Tagen) @ chriL999

Nun, die Nummer meiner Bonuskarte dürfte in der Regel nur ich selbst kennen. Sollten nun von 10 unterschiedlichen fremden Accounts Bonuspunkte gerade mir (und nicht dem Buchenden) gut geschrieben werden, so ist es offensichtlich, dass meine Kartennummer wohl in Absicht von mir weitergegeben wurde - um mich persönlich zu bereichern (die Bonuspunkte haben ja einen hohen Wert). Und wenn diese Fahrkarten nicht gerade Mehrpersonenfahrkarten gewesen sind, so ist der Betrug offensichtlich.

Also ich kenne die Nummern die in der Familie so vorhanden sind, da ich oft genug die Buchungen übernehmen "darf". Und da landet dann auch mal die Nummer von Muttern in der Buchung für den Schwager. Kann Muttern nix für. Merkt sie ggf. nichtmals.
Und die Infos hast du sowieso nur bei Online-Tickets, nicht bei den anonymen Varianten.

In der Regel wird online gebucht und eine dritte Person hat nun wirklich keine Lust am Automaten meine Kartennummer einzutippen...

Also am 1.2.19 hat die DB eine Pressemitteilung rausgegeben wonach 45% der Tickets elektronisch (bahn.de oder Navigator) verkauft werden. Das ist also nichtmals die Hälfte und somit nicht "in der Regel". Und warum soll ich bei Buchung am Automaten nicht Mutterns Nummer eingeben? Ich selbst kann mit den Punkten nicht viel sinnvolles anfangen.

Mit Konto ist das des Buchenden, der für sich selbst bucht, gemeint. Dessen Kartennummern kennt die Bahn und das System. Wird nun bei Einpersonenfahrkarten keine diesem Konto zugehörige Kartennummer eingegeben, ist der Betrug offensichtlich und die Abteilung Betrugsprävention sieht sich das mal in Ruhe an.

Und wenn er nicht für sich selbst bucht? Oder angibt nicht für sich selbst zu buchen, sondern für eine Person die wie er heißt? Man müsste sich außerdem mal ansehen wie viele Infos über das Ticket überhaupt an Bahnbonus gehen dürfen, müsste man schauen welche Firma jeweils für die einzelnen Bereiche zuständig ist und was in den Datenschutzvereinbarungen steht.

Für eigene Luftbuchungen (selbst gebucht, Kartennummer = eigene Nummer) ist das Okay, für fremde Luftbuchungen (ein anderer gibt meine Kartennummer an) ja wohl nicht.

Ob eigene Nummer oder nicht hatte dein Algorithmus da ja gar nicht bedacht ;-)

Klar kann ein Algorithmus vieles melden, solange er selbst keine Aktionen unternimmt außer der Meldung an die Bearbeiter. Nur wenn er zu viele False Positives (und seien es einfach nur nicht eindeutig genug beweisbare Fälle) meldet kostet er halt mehr als die Betrugsfälle.


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