Planfall 0 ist wichtiger Bestandteil der Planung (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 03.07.2015, 18:54 (vor 3932 Tagen) @ Marien

Um ein Großprojekt in Deutschland aus den vergangenen Jahrzehnten zu finden, bei dem man wirklich - ohne rot zu werden, falls ein Schamgefühl vorhanden ist - sagen konnte, daß es notwendig war, weil der Status quo unerträglich geworden war, müßte man lange nachdenken.

Ich werde die Neubaustrecke Frankfurt-Köln mal in den Raum. Sie hat nicht nur die beiden Rheinstrecken teilweise vom Fernverkehr befreit sondern für die Räume Limburg und Montabaur einen großen Fahrgastzuwachs gebracht.

sämtliche weitere ABS/NBS triffts ebenso.

Diese ICE-Strecke ist zeitgemäß und war durchaus notwendig.

Die Möglichkeit, daß man auf den Bau einer Strecke oder eines anderen Großprojektes auch einfach verzichten könnte, wird übrigens immer von vornherein ausgeschlossen. Keiner wagt es, diese Möglichkeit auch nur zu erwähnen, weil es so stark tabuisiert wird.

Kommt auf die Absicht an, die man verfolgt.

Nein.
Der Planfall 0 ist verpflichtender Bestandteil einer jeden Planung.

Neubauten machen ja immer nur dann Sinn, wenn die bestehenden Strecken hinsichtlich der Kapazität völlig unzureichend sind.

nein, nicht wirklich.
Von daher ist die Betrachtung des Planfall 0 auch so sehr wichtig.
Der IST-Zustand mag noch so ausreichend sein, wenn aber im Planfall 0 die Kapazität nicht ausreicht, dann ist ein Ausbau vonnöten.
Neubauten können natürlich auch durchaus sehr Sinn machen, wenn die Kapazität ausreichend ist.

Momentan trifft das vor allem auf Fulda-Frankfurt und Frankfurt-Mannheim zu.

momentan..

Dagegen sind die ICE-Strecken Erfurt-Ebensfeld-Nürnberg und Wendlingen-Ulm im Prinzip eine Geldverschwendung.

..das war einst ganz anders aus.

zudem sehr subjektive Einschätzung fernab jedweder objektiver Grundlage.
In das Projekt Wendlingen-Ulm fließen derzeit keine Bundesmittel.

Meiner Meinung sollte man noch die Zulaufstrecken nach Frankfurt ausbauen und dann erst einmal ein paar Jahrzehnte mit dem auskommen, was man hat.

zu nennen sei hier zudem das hochüberlastete Dreieck im Norden,
für das mit der Y-Trasse eine Entlastung geschaffen wird.

Ebenso ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Ausbau der FBQ-Hinterlandanbindung Lübeck-Puttgarden
sowie die ABS/NBS Karlsruhe-Basel

..das dauert eh noch Jahrzehnte.^^

auskommen mit dem was man hat, sollte man eh nicht.
Es gibt immer was zu tun.... und die ABS nehmen eh den größten Anteil.

Wenn Bedarf an schnelleren ICE-Verbindungen besteht, kann man ja bestehende Strecken schneller machen und Halte auslassen, die durch andere Fernverkehrszüge bedient werden.

die Züge schneller machen.


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