Nulllösung ist eben keine Lösung (Allgemeines Forum)

Marien, Berlin, Freitag, 03.07.2015, 06:32 (vor 3931 Tagen) @ Felix

Um ein Großprojekt in Deutschland aus den vergangenen Jahrzehnten zu finden, bei dem man wirklich - ohne rot zu werden, falls ein Schamgefühl vorhanden ist - sagen konnte, daß es notwendig war, weil der Status quo unerträglich geworden war, müßte man lange nachdenken.

Ich werde die Neubaustrecke Frankfurt-Köln mal in den Raum. Sie hat nicht nur die beiden Rheinstrecken teilweise vom Fernverkehr befreit sondern für die Räume Limburg und Montabaur einen großen Fahrgastzuwachs gebracht.

Diese ICE-Strecke ist zeitgemäß und war durchaus notwendig.

Die Möglichkeit, daß man auf den Bau einer Strecke oder eines anderen Großprojektes auch einfach verzichten könnte, wird übrigens immer von vornherein ausgeschlossen. Keiner wagt es, diese Möglichkeit auch nur zu erwähnen, weil es so stark tabuisiert wird.

Kommt auf die Absicht an, die man verfolgt. Neubauten machen ja immer nur dann Sinn, wenn die bestehenden Strecken hinsichtlich der Kapazität völlig unzureichend sind.

Momentan trifft das vor allem auf Fulda-Frankfurt und Frankfurt-Mannheim zu.

Dagegen sind die ICE-Strecken Erfurt-Ebensfeld-Nürnberg und Wendlingen-Ulm im Prinzip eine Geldverschwendung.

Meiner Meinung sollte man noch die Zulaufstrecken nach Frankfurt ausbauen und dann erst einmal ein paar Jahrzehnte mit dem auskommen, was man hat. Wenn Bedarf an schnelleren ICE-Verbindungen besteht, kann man ja bestehende Strecken schneller machen und Halte auslassen, die durch andere Fernverkehrszüge bedient werden.

Das der ICE Frankfurt-Berlin nur in Erfurt und Halle halten soll, ist ja schon mal ein großer Fortschritt.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum