Nulllösung ist eben keine Lösung (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Freitag, 03.07.2015, 07:33 (vor 3931 Tagen) @ Marien

Kommt auf die Absicht an, die man verfolgt. Neubauten machen ja immer nur dann Sinn, wenn die bestehenden Strecken hinsichtlich der Kapazität völlig unzureichend sind.

Eben, das ist genau mein Punkt. Aber...

Momentan trifft das vor allem auf Fulda-Frankfurt und Frankfurt-Mannheim zu.

...wieso glaubt eigentlich jeder das Gerücht, Frankfurt-Fulda und Frankfurt-Mannheim hätten keine ausreichende Kapazität. Bis jetzt sind doch noch alle durchgekommen, oder?

Für Frankfurt-Fulda kann man das auch dadurch widerlegen, daß man sich klarmacht, daß der am stärksten ausgelastete Teilabschnitt Fulda-Flieden ist, weil dort auch Güterzüge fahren, die ab Flieden weiter nach Gemünden fahren. Wenn Fulda-Flieden also zu 100% ausgelastet wäre, wäre der Rest der Strecke geringer ausgelastet.

Fulda-Flieden ließe sich aber entlasten, wenn die Bahn einige Güterzüge Richtung Burgsinn über die NBS schickt. Daß dies trotz selbstauferlegtem Begegnungsverbot möglich wäre, beweist der Eggegebirgstunnel. Aber man will nicht. Weil man es nicht nötig hat.

Zur SFS Frankfurt-Köln:

Ich werde die Neubaustrecke Frankfurt-Köln mal in den Raum. Sie hat nicht nur die beiden Rheinstrecken teilweise vom Fernverkehr befreit sondern für die Räume Limburg und Montabaur einen großen Fahrgastzuwachs gebracht.

Diese ICE-Strecke ist zeitgemäß und war durchaus notwendig.

Zugegeben bestand hier ein gewisser Handlungsdruck, weil man zwischen Frankfurt und Köln mehr Güterzüge fahren lassen wollte, als damals möglich war. Die ICE-Strecke ist trotzdem eine Katastrophe. Sinnvoll wäre wahrscheinlich der Ausbau einer Alternativstrecke für höhere Güterverkehrskapazitäten gewesen.

"teilweise vom Fernverkehr befreit" - so klingt es, wenn man Bonn, Koblenz und Mainz das damalige hochattraktive Angebot nimmt, mit Halbstundentakt Richtung Mannheim und Stundentakt Richtung Frankfurt. Viele Anschlüsse, z.B. Richtung Trier und jeder Zug fuhr Köln Hbf an. Und es gab sogar noch IRs über die Rheinstrecke, die z.B. eine Direktverbindung Darmstadt-Köln herstellen.

Das Angebot für Limburg und Montabaur - ich vermute, die meisten werden Fernpendler mit hochrabattierten Zeitkarten oder BC100 sein. Das rechnet sich für die Bahn nur als Kostendeckungsbeitrag, für die Volkswirtschaft ist das subventioniertes Fernpendeln.


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