Fulda-Frankfurt überlastet (Allgemeines Forum)

Marien, Berlin, Freitag, 03.07.2015, 17:21 (vor 3932 Tagen) @ Felix
bearbeitet von Marien, Freitag, 03.07.2015, 17:21

Nein. Die DB Netz lehnt zwischen Frankfurt und Fulda sowie Frankfurt und Mannheim regelmäßig Trassenanmeldungen ab. Das wird natürlich nicht öffentlich breit getreten bzw. betrifft ja nur Anmeldungen und keine laufenden Fahrpläne.


Das ist ja nur dann ein Problem, wenn die Züge deswegen gar nicht mehr fahren. Wenn sie stattdessen über eine andere Strecke fahren, dann ist es kein Problem.

Doch, es ist ein Problem, weil die Alternativstrecken um bis zu 130 Minuten verschobene Fahrzeiten beinhalten können, siehe Dokument. Das kann auf weiterführenden Streckenabschnitten wieder problematisch werden, wenn man ein bestimmtes Zeitfenster erreichen möchte.


Und schließlich gilt immer noch das Argument, daß man die Güterzüge Fulda-Burgsinn auf die NBS holen könnte und damit die Kinzigtalbahn entlasten. S.u.

Aber nicht im Begegnungsverkehr mit den ICE.

Für die neue ICE-Linie 15 Frankfurt-Erfurt-Halle-Berlin(-Binz) müssen zwischen Frankfurt und Fulda einige Güterzüge geopfert werden.

Ansonsten sei auf https://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2397820/oaD8AKg5HaRNravbKmAkUdBzhyg/4396754... verwiesen.

[...]

Es ist nicht selbst auferlegt, es ist vom EBA angeordnet.


Weißt Du das sicher? Weißt Du noch, woher Du diese Information hast? Ich hatte es nämlich anders in Erinnerung.

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/122/1612237.pdf


Die Anforderungen gelten grundsätzlich für die Planung, den Bau und den
Betrieb der Tunnel. Bei zweigleisigen Tunneln von mehr als 1 000 m Länge,
die vor Inkrafttreten der Tunnel-Richtlinie des EBA geplant wurden, besteht
ein Begegnungsverbot von Reise- und Güterzügen

Aus Brandschutzgründen und wegen des Verrutschens von Ladung durch Druckstöße dürfen sich in den Tunneln zwischen Würzburg und Fulda keine Güterzüge mit Personenzügen begegnen. Nur wenn das sicherungstechnisch absolut ausgeschlossen ist, wäre die Freigabe für die Güterzüge für die NBS auch tagsüber möglich.

Im Eggetunnel sind eh nur 160 km/h zugelassen und auf der Strecke fahren nur wenige Fernzüge. Das ist keine sinnvolle Referenz.


Das ist doch überhaupt kein Grund, weswegen der Eggetunnel keine sinnvolle Referenz sein sollte. Erstens, warum sollte es von Belang sein, wenn Geschwindigkeiten über 160 km/h gefahren werden - die Züge dürfen doch sowieso keinem anderen begegnen.

Im Eggetunnel gilt das Begegnungsverbot übrigens auch.


Den Behauptungen der DB und den Behauptungen und Gerüchten von interessegeleiteter Seite - nämlich dem Interesse, die NBS Fulda-Frankfurt durchzupauken - ist nicht zu trauen.

Gerade diese NBS ist 100 mal wichtiger als eine ICE-Strecke zwischen Erfurt und Nürnberg. Über Fulda-Frankfurt geht ja fast der gesamte Nord/Nordost-Südwest-Fernverkehr. Abgesehen von der Kapazität lässt sich hier auch Fahrzeit für eine Vielzahl von ICE-Linien sparen.

Ich würde jederzeit eine NBS Erfurt-Leipzig/Halle gegen eine NBS Fulda-Frankfurt eintauschen. Ist sinnvoller und bringt mehr.


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