Zustimmung: Viel alter Wein in neuen Schläuchen (Allgemeines Forum)

Holger2, Freitag, 20.03.2015, 16:57 (vor 4037 Tagen) @ Oscar (NL)

@Oscar

Ich habe keine genauen Angaben, aber kann mich vorstellen, dass die bestellten Dostogarnituren pro Sitzplatz billiger im Betrieb sind als die damaligen IR-Wagen.

Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, da die damaligen IR - Wagen lediglich Umbauwagen alter Schnellzugwagen waren und somit in der Anschaffung fast gar nichts gekostet haben.

2. Die IC-NEU sollen aber dort kommen, wo aktuell IC-Wagenzüge verkehren (Apmz/Bpmz).

Nein, die IC-NEU sollen nur dort kommen, wo die Länder heute schnellen Regionalverkehr ausgeschrieben haben. Die heutigen IC werden durch ICE ersetzt.

DB wird bestimmt einen guten Grund haben, das Konzept 146 + Dosto (160 km/h) durchzusetzen.
Ich hätte selber auch lieber sowas wie Stadler DOSTO gesehen wie bei der westbahn (AT).

Der Grund: Falscher Hase. Die Linien werden nie kommen, es sei denn ein Land verzichtet auf die entsprechende Ausschreibung. Das sieht man schon an den relativ unsinnigen Linienführungen. Ein Vorteil bei den Doppelstockwagen: Die Bahn hat hier relativ günstige Rahmenverträge mit Bombardier ausgehandelt und somit einen Wettbewerbsvorteil.

Das habe ich auch vermisst; über genaue Linienführungen konnte ich mich dann auch nicht viel äussern. Aber vielleicht kommt das noch.

Schaun wir mal...Das Problem ist, dass die Bahn praktisch in Konkurrenz tritt zum subventionierten Nahverkehr und das funktioniert nur dann, wenn die Länder im Gegenzug die konkurrierende Ausschreibung aufgeben und die Bahn direkt subventionieren.

@L.Willms:

das ist falsch gelesen -- nicht "Siegen - Frankfurt" ist angedacht, sondern Frankfurt - Siegen - Hamm - Münster. Durchgehender Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg und Sieg-Dill Strecke. Das was völlig andres, und das fehlt seit einigen Jahrzehnten.

Nein, das ist schon richtig gelesen, nur warum sollte heute jemand in diesen Zügen sitzen, wenn die sich schon vor Jahrzehnten nicht gelohnt haben. Noch dazu: Wieso fährt der Zug über Unna und Hamm nach Münster fahren, wenn der Hauptteil der Fahrgäste nach Dortmund oder Essen will. Da fahre ich doch lieber Abellio - RE ohne Umsteigezwang. Es gibt mehrere solcher Linien, wo der Linienweg nicht durchdacht ist, die alten IR - Linien wurden halt wieder aufgewärmt.

Derzeit ist der Umweg über Berlin sicherlich unumgänglich, aber wenn man sich einen Umstieg in die S-Bahn in Berlin ersparen kann, und stattdessen direkt in Potsdam ankommt, ist das schon ein erheblicher Vorteil.

Verstehe ich nicht. Es ist derzeit schon schneller, von Potsdam über Berlin nach Hannover zu fahren. Man könnte einzelne Züge von Berlin nach Potsdam verlängern.
Von Potsdam nach Magdeburg kommt man stündlich mit dem RE, warum also einen zusätzlichen IC der dann übrigens vielleicht 10 min. langsamer ist und nicht in Genthin, Güsen etc. hält.

Außerdem lese ich da (auf Folie 17) nicht "Berlin - Potsdam - Magdeburg" sondern "Cottbus - Magdeburg ( - Norddeich).

Noch schlimmer, ob ich dann als Potsdamer in Magdeburg oder Berlin umsteige ist wirklich gerade egal. Das ist nichts als eine Mischung aus RE1 und RE2

Halt in Potsdam

Etwa indem man nicht über die Stadtbahn sondern über die Lehrter/Hamburger Bahn in den Berliner Hbf (tief) einfährt und dann wie nach Potsdam weiterfährt?

indem man ab Wustermark einen Umweg fährt, indem man in Berlin (tief) wendet, indem man in Berlin (oben) wendet, da gibt es 1001 Möglichkeiten und es wäre ja toll wenn die Bahn einfach mal sich was Neues überlegt, anstatt alte gescheiterte Ideen wieder aus der Mottenkiste auszugraben.

Ich sehe da ein Programm, dessen Realisierung innerhalb der nächsten 15 Jahre stattfinden und in 2030 abgeschlossen sein soll, nicht ab 2030 in Angriff genommen werden soll.

Was könnte die DB AG denn heute schlagartig herbeizaubern?

Das ist meine Frage an die DB, denn die DB hat das Problem mit den Umsatzeinbrüchen heute und nicht innerhalb der nächsten 15 Jahre (meine Güte, vor 15 Jahren wusste ich noch nicht einmal, was ein Smartphone ist, solange werden normalerweise nur die allergrößten Infrastrukturprojekte vorausgeplant).

Meine Vorschläge wären:
-> Einrichtung eines FD - Netzes zur verbesserten Anbindung der Urlaubsregionen
-> mehr Bahnhöfe für Fernverkehr (wird ja gemacht)
-> Kooperation mit den jeweiligen Gemeinden in Bezug auf Infrastruktur am Bahnhof (z.B. auf Fernverkehr abgestimmter Busverkehr)
-> Verlängerung einzelner Linien über die Endpunkte hinaus (das ist ja toll, das ein Tübinger demnächst mit dem IC umsteigefrei nach Neckarsulm kommt, aber vllt. will er lieber nach Frankfurt oder Hamburg)
-> gezieltere Abstimmung der Linienführung auf Kundenwünsche und Lean - Management (bspw. wenn zwei Züge innerhalb von wenigen Minuten von A über B nach C fahren, müssen nicht notwendigerweise beide Linien in B halten
-> Einrichtung einer reservierungspflichtigen Economy - Klasse innerhalb des bestehenden ICE - Netzes.

Holger


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