besser: Stammkundenbindung auch bei Gelegenheitsfahrten (Allgemeines Forum)

sb, Mittwoch, 18.03.2015, 15:11 (vor 4038 Tagen) @ GUM
bearbeitet von sb, Mittwoch, 18.03.2015, 15:11

Was nutzt aber einem Sparpreisreisenden, der vor der Rückfahrt an seinem Besichtigungsort "festsitzt" und irgendwann zwischen 16 Uhr und 20 Uhr zurückfahren wollte das Angebot von 8 Zügen?

Schließlich hat er sich auf einen einzigen Zug festgelegt.

...wofür er auch einen deutlich niedrigeren Fahrkartenpreis zahlt.

Das mit den Vetriebskosten sehe ich genau gegensätzlich: Der Vertrieb arbeitet härter als jeder andere an der Kundengewinnung und -bindung. Deshalb kann dieser Kostenblock niemals groß genug sein.

Das beste Marketing ist jenes, das (fast) keine Kosten verursacht: Wenn ein Angebot zum Selbstläufer wird – siehe z.B. Schönes-Wochenende-Ticket und Ländertickets, siehe z.B. Gute-Abend-Ticket der 1990er Jahre, siehe z.B. InterRail, siehe z.B. Generalabonnement (GA) und Halbtax in der Schweiz.

Diese sehr erfolgreichen Angebote sind alle ohne Zugbindung, und benötigen im Gegensatz zu den DB-Sparpreisen auch kein aufwendiges Yield-Management!

Anders Yield Managament und ähnliche Spielereien: Diese spielen bei Kreuzfahrten oder vergleichsweise preisintensiven Flugkarten eine Rolle.

Beim Sparpreis München-Salzburg ist es beispielsweise egal ob dieser fünf Euro höher oder niedriger liegt. Der Fahrgast lässt es dann einfach, weil ihm die Zugbuchungspflicht zu unflexibel ist.

Richtig!

Die Schweizer Bahnen erreichen ihre sehr hohe Kundenbindung durch einfache Tarifangebote, durch Stammkundenangebote auch für Gelegenheitsfahrer, aber insbesondere durch einen dichten und zuverlässigen(!) Fahrplan – d.h., eine Bahn sollte wesentlich mehr Engagement in die Kernbereiche Fahrplangestaltung, Fahrzeugverfügbarkeit und Infrastrukturoptimierung stecken als in eigentlich nebenläufige Prozesse wie den Vertrieb.


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