Anbindung nach Amsterdam (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 23.01.2012, 09:11 (vor 5204 Tagen) @ ice-t-411

Hallo ice-t-411,

b) Man geht in Deutschland den HGV falsch an, wirft eher Geld mittels Flickschusterrei zum Fenster raus. Denn wie sieht es eigentlich bei der LGV Sud-Est, der mutmaßlich am dichtesten befahrenen SFS Europas aus? Das resultiert aus der durchgehenden SF-Netz und der Bündelung vieler Routen. Hier behaupte ich, könnte es durchaus zu so einer Vervielfachung der Fahrgastzahlen gekommen sein.

Deutschland ist kein Frankreich. Ein großes Zentrum wie Paris sucht man in Deutschland vergeblich. Paris hat viel mehr Einwohner als Berlin, zudem liegt Paris zentraler im Land als Berlin.

Dennoch wäre Bündelung der HGV-Verkehre auch für Deutschland nicht schlecht; nur schade, dass man das auch konsequent auf 7 gleichwertige Hauptachsen [1] machen muss und gerade dafür fehlen die Moneten.

* Ruhrgebiet-Hannover/Hamburg (eigentlich extrem attraktive Strecke - weiterer Streckenausbau durchaus möglich)

Eher Hannover als Hamburg, denn NRW-Hamburg profitiert dann auch mit (bestenfalls mit Nord-West-Bypass von Hannover und ggf. "Hannover Flughafen Fernbahnhof").

* Stuttgart-Zürich (wenigstens mal 2-gleisig)

Eher doppelspurig als Ausbau für höhere Geschwindigkeiten. Es ist doch stützend, dass man in Deutschland wegen fehlender Doppelspurabschnitte die CH-Fahrzeitgewinne wieder abbummeln muss und in Stuttgart nur noch die Schlußlichter der Anschlußzüge sieht.

* München-Österreich

Zumindest auf den AT-Abschnitten tut sich was = Westbahn und Unterinntalbahn.

* Hannover-Amsterdam

a. wenn via Bad Bentheim:
1. in Deutschland durfte mehr als 160 km/h + Beseitigung aller Lafas nicht drin sein. Mit einer "Schienenautobahn" Hannover-NRW durfte Berlin-Amsterdam via Dortmund schon schneller sein. Die Bemühungen, die man sich auf H-OS-Bad Bentheim machen würde, dürften daher nur für Osnabrück interessant sein. Damit sage ich nicht, dass Osnabrück uninteressant sei; nur dass auf H-BI-HAM wesentlich mehr los ist.
2. NL: wenn man auf Utrecht-Arnhem (ICs in 15-Minutentakt, vorgesehen 10-Minutentakt) schon eine NBS nicht hinkriegt, dann erst gar nicht auf Amsterdam-Hengelo wo die ICs zumindest auf Deventer-Hengelo nur halbstündlich verkehren.

b. wenn via Emmerich: hier wäre besagte "Schienenautobahn" zu bevorzugen, mit Ausfahrten bei Bielefeld und ggf. Minden und Gütersloh (je nach Trassierung und Fahrplan).
Nur schade, dass zwischen Oberhausen und Emmerich nur ein 3. Gleis gebaut wird. Von dreigleisigen Abschnitten halte ich nicht viel.

Was auch international möglich ist, sieht man an der Strecke nach London.

Nur schade, dass Amsterdam kein London ist:

1. London hat wesentlich mehr Einwohner als Amsterdam / die Randstad hat etwa die gleiche Einwohnerzahl wie London, nur auf viele zusätzliche Städte verteilt (Haarlem, Leiden, Den Haag, Rotterdam, Utrecht).
2. ab London kann man von Deutschland gesehen weiter reisen nach z.B. Liverpool/Manchester und Glasgow; im Falle Amsterdam taucht man bei Zandvoort (S-Bahn-Bereich) schon in die Nordsee.
3. nach London gelangt man nur via Ärmelkanaltunnel, während es mehrere Strecken in die Randstad gibt (nebst Berlin-Bad Bentheim-Amsterdam und Frankfurt-Emmerich-Amsterdam wären auch Hamburg-Groningen-Amsterdam und Frankfurt-Venlo-Den Haag noch interessant)
4. unterwegs nach London trifft man Brüssel oder die Pariser Flughafenregion, auch ziemliche Fahrgastmagneten.


gruß,

Oscar (NL).


[1] das Viereck B-HH-NRW-M, die Diagonalen NRW-HH-B und HH-H-M sowie F-Basel.

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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