NBS sind langfristig eine große Kostenbelastung (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Sonntag, 22.01.2012, 17:14 (vor 5202 Tagen) @ naseweiß

Danke, genau so meinte ich es.

Bahngesellschaften, die ihre Infrastrukturkosten selber decken müssen, bauen neue Gleise oder neue Strecken nur dann, wenn es wirklich nicht mehr anders geht und sie für drastisch erhöhte Kapazität einen Markt sehen. Bis dahin nutzen sie ihre bereits vorhandene Infrastruktur so gut wie möglich aus. Das kann man gut in Japan oder in den USA sehen.

In Deutschland sieht man Ausbaubedarf bereits als gegeben, wenn es zu Konflikten zwischen den Wunschtrassen einzelner Züge kommt. Das liegt daran, daß 1. der Staat in hohem Maße zahlungsbereit ist und 2. daß man nicht verstehen will, daß Strecken auch nachdem sie gebaut wurden, weiterhin hohe Kosten verursachen.

Beim Straßennetz macht man es auch so. Man baut neue Strecken, als gebe es kein Morgen und wenn dann irgendwann das Budget nicht mehr reicht, um alte Brücken zu sanieren, dann fällt man aus allen Wolken, denn daran konnte nun wirklich keiner denken.

Irgendwann ist aber die Zahlungsbereitschaft des Staates für diesen Zirkus erschöpft. (Hoffentlich bald) Dann kommen hoffentlich Sparkommissare, die sehen, was man wirklich braucht und auf was man verzichten kann und die Netze entsprechend zurechtstutzen. Die Bundesbahn, als sie noch ernsthaft versuchte, mit den Einnahmen auszukommen, ließ ja auch zweigleisige Bahnstrecken auf ein Gleis zurückbauen, weil das langfristig Kosten spart.


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