NBS sind langfristig eine große Kostenbelastung (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Montag, 23.01.2012, 00:04 (vor 5202 Tagen) @ ice-t-411

Genauso wie in Frankreicht kämpft auch in Deutschland jede Region um "ihre" S-Bahn und "ihren" ICE-Halt. Ohne Zustimmung der Bundesländer geht bei Neubaustrecken auch gar nichts.

Geht es bei NBS und ICE-Halten nicht fast immer darum, zu verhindern, daß bestimmte Orte vom ICE abgehängt werden? Man war zufrieden mit dem, was man hatte und befürchtet Verschlechterungen durch die NBS (und das oft zurecht).

Mit der NBS Halle/Leipzig-Ebensfeld werden eine Reihe Städte vom Fernverkehr abgehängt. Die Landesregierung Thüringen hat zugestimmt, aber glaubst Du wirklich, daß eine Mehrheit der Thüringer diese NBS will? Ich vermute, es sind mindestens soviele Thüringer dagegen wie dafür und den meisten ist es egal, weil sie sowieso nicht Bahn fahren.

Ich erinnere auch daran, dass die Bürger von BaWü wirklich ohne jeden Zwang (eigentlich sogar gegen den Zwang ihrer eigenen Landesregierung) für Stuttgart 21 gestimmt haben und diesmal wurden sie tatsächlich direkt gefragt.

Nachdem sie zuvor die alte Landesregierung, die sich sehr für S21 eingesetzt hatte, mit Pauken und Trompeten abgewählt hatten. Mit der Abstimmung um S21 ging es dann nur noch darum, ob man das Projekt noch stoppen wollte, nachdem es schon so gut wie begonnen worden war. Hätte die alte Landesregierung vorher um S21 abstimmen lassen, wäre sie vielleicht nie abgewählt worden.

Die Mehrheit ist einfach nicht der, der am lautesten schreit. Die meisten Menschen sehen die Bahn als Mittel zum Zweck. Sie wollen von A nach B und es interessiert nur den kleinen Bruchteil der hier diskutiert wie das vonstatten geht. Der Otto-Normalverbraucher will es schnell, einfach und günstig.

Das alte IC-Netz vor den NBS war preisgünstiger. Es gibt Leute, die über die Entwicklung zum ICE-Netz auf NBS glücklich sind, es gibt aber eben auch solche, die es nicht sind.


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