NBS sind eine erfolgreiche Strategie! (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 20.01.2012, 16:05 (vor 5207 Tagen) @ Alphorn (CH)

Immer ruhig mit den jungen Pferden, der Ton in diesem Forum war immer sehr gesittet und das soll auch so bleiben.

Danke für den Rückhalt & Zustimmung,
auch wenn ich dem Mittelteil ganz sicher nicht so recht zustimmen kann.
Die Admins hätten weniger Probleme gehabt, wenns wirklich so gewesen wäre.^^
Gewiss, wenn man DSO o.ä. als Maßstab nimmt, ist hier der Himmel auf Forum. ;)

Was den Streitpunkt angeht: Keiner von euch kann mit Sicherheit beweisen, dass er recht hat.

wie gesagt, die These von ITF lässt sich überall nachlesen mit Belegen.^^
......sogar bei Wikipedia, und gar in Deinem Posting hier, huch ! :P

These 1: NBS/ABS führen insgesamt zu Mehrverkehr
These 2: NBS/ABS führen insgesamt nicht zu Mehrverkehr

These 1 wäre klar richtig, wenn man die NBS isoliert betrachtet, denn selbstverständlich fahren auf dieser einen Teilstrecke mit der verkürzten Fahrzeit mehr Leute.

insgesamt im Sinne von gesamtes Bundesgebiet, hat ja keiner hier weder These 1 noch These 2 vertreten.
Teilstrecke ist aber nun auch nicht ganz das richtige Wort.
Das sind Relation von bis 300 km - die klassische Fernverkehrsrelation.

Aber: Wie ist die Netzwirkung? Eine NBS entzieht dem Restnetz Geld für kleinere Ausbauten, welche mit geringerem finanziellen Aufwand mehr Minuten hätten sparen können. Und wenn die NBS nicht in ein gutes Fahrplankonzept eingebunden sind, wirken sie nur ziemlich lokal, weil die gesparten Minuten am nächsten Umsteigebahnhof abgebummelt werden müssen.

Hier passt dann nun wirklich Dein Satz,
Du kannst nicht mit Sicherheit beweisen, dass Du recht hat.
Bzw. Du bist auch reichlich unkonkret & wirr.
Was sind denn kleinere Ausbauten vs. ABS - wieso sollten kleine ABS mehr bringen als große sinnvollere ABS etc.
Anteile der NBS-Kosten sind nahezu verschwindend gering im Vergleich zu den Kosten der ABS und vor allem der Instandhaltung des vorhandenen Netzes. Wo fängst Du also an, wo hörst Du auf?
Eine NBS bringt keine paar Minuten, sondern halbe Stunde bis Stunde an Fahrzeitgewinn, da haste einige Deiner Knoten schon fast wieder raus.
Gewiss sollten Takte, psychologische Fahrzeiten etc. auch berücksichtigt werden, wird ja auch.

Die Tatsache, dass der Fernverkehr insgesamt abgenommen hat, ist ein Indiz, aber kein Beweis für These 2. Der Gesamtfernverkehr hängt von vielen Faktoren ab, z.B. von Fahrpreisen und Autobahnausbauten, welche mit der Bahninfrastruktur nichts zu tun haben.

Du siehst etwas als Tatsache an, wirst aber auch Schwierigkeiten haben, es zu belegen bzw. müsstest es erläutern.
Züge? Fahrgäste? Linien? etc.
Sind die Fahrgäste nun weiterhin vorhanden, fahren jetzt eben einfach in einem NV-Zug, bei gleicher Relation etc.
Natürlich kann man es sich auch ganz einfach machen, wenn man will...^^
Was ist mit der gesamtwirtschaftlichen Situation, Rückgang ebenfalls in anderen Verkehrsbereichen etc.

Persönlich halte ich These 2 für richtig. Mir wären flächendeckende kleine Fahrzeiteinsparungen zur Verbesserung der Anschlüsse (ITF) wichtiger als lange Rennstrecken. Erst wenn die Anschlüsse stimmen, kann man über weitere lange NBS nachdenken, die dann aber auch wieder zu den etablierten Taktknoten passen müssen.

Deine Haltung darfst & sollst Du auch gerne haben, ist die schweizerische Sicht,
halte ich absolut nicht übertragbar auf Deutschland und auch nicht auf das Bahnnetz hierzulande.
NBS sind sehr wichtig, bringen sehr große Fahrzeitverkürzungen zwischen unseren Großstädten, auf den langen Fernverkehrsrelationen und verlagern Verkehr von der Straße und der Luft auf die Schiene.
Den flächendeckenden Nahverkehr, der sicher auch seine Daseinsberechtigung haben mag, sollte man nicht gegen den Fernverkehr ausspielen.


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