Mal locker bleiben (Fahrkarten und Angebote)

Hamburger2015, Mittwoch, 16.08.2023, 09:17 (vor 340 Tagen) @ GoethesGarten
bearbeitet von Hamburger2015, Mittwoch, 16.08.2023, 09:18

Weil eben genau das nicht erlaubt ist.

Nein. Es wird halt kompliziert.

Bei internationalen Fahrten ist genau dieses Splitting mit Kombination mehrerer Fahrscheine teilweise nötig (weil es keine durchgehenden Fahrscheine gitb). Die Weiterbeförderung läuft als semi-offizielle Kulanzregelung.

Bei Inlandsfahrkarten kommt oft die tarifliche Gleichstellung mit ins Spiel, der sich viele Fahrgäste aber gar nicht bewusst sind: Wer von Tornesch aus nach München fährt und dabei die RB bis Hamburg nutzt, hat beim (Super-)Sparpreis nicht nur ein Ticket ab Dammtor, sondern ab Prisdorf. Das ist der nächste Halt der RB aus Tornesch nach Hamburg. Entsprechend kann der Fahrgast bei Anschlussverlust in Dammtor den nächsten Fernzug nehmen, weil seine FV-Fahrkarte ab Prisdorf genutzt wurde und somit innerhalb der FV-Ticket-Gültigkeit der Anschlussverlust auftrat.

Wenn du auf exakte Einhaltung der Regeln pochst, landest du schnell bei der Umsetzung einer enormen Komplexität. Weder lassen sich diese Regeln als Normalo-Fahrgast leicht nachvollziehen (gib mal deinem Nachbarn 10 Minuten Google für das Raussuchen der tariflich gleichgestellten Bahnhöfe!), noch kannst du davon ausgehen, dass alle Personale jedes Detail kennen oder Zeit haben, sich die Details nebenbei auf dem Zug anzulesen.

Also landet man bei der pragmatichen Kulanz.


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