CH: Rennbahn BE-ZH? (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Freitag, 23.07.2010, 00:07 (vor 5746 Tagen) @ Oscar (NL)

Trotz dieser "Handicaps" verkehren IC und RB zwischen Utrecht und Geldermalsen in 15-Minutentakt. Zwischendurch verkehren auch einige Güterzüge und diese Anzahl soll ab September weiter steigen wenn die Anschlußkurven der Betuweroute in Betrieb gehen.

Auf der Doppelspur westlich von Lenzburg fahren heute stundlich 9 FV-Züge, 3 NV-Zuge und die Hälfte (!) des Gotthard-Güterverkehrs, dazu zur Spitzenstunde noch 2 weitere Personenzüge. Da passt beim besten Willen kein Viertelstundtakt Zürich-Bern rein.

Also möglich ist es, aber vielleicht in CH auch nur suboptimal (wäre allerdings mit Überholstellen jede 24 km (Lenzburg und Aarau?) zu lösen, ist immerhin billiger als Rennbahn).

Der grösste Teil der Strecke ist bereits vierspurig, es fehlen nur noch 3 Stücke. Trotzdem schafft man keinen Viertelstundentakt, bis alles vierspurig ist. Grund ist erstens, dass zusätzlich zur Regionalbahn 3 Linien da durch müssen (Basel, Biel, Bern) und zweitens dass mehrere von diesen Linien sowohl von IC als auch von IR bedient werden.

Aber dann müssen all diese ICs auf "IC320" umgestellt werden. Denn "IC200" und "IC320" zusammen auf einer Strecke wird die Kapazität dramatisch reduzieren.

Ich denke, es würde (sogar bei 15'-Takt) reichen, wenn man zuerst alle schnellen und dann alle langsamen losschickt. Aber wozu dann eine HGV-Strecke...

Wobei auch noch die Frage ist, ob 320 km/h sich lohnen, wenn man in Olten halten möchte/muss.

Die Neubaustrecke führt an Olten vorbei.

[...] genauso wichtig durfte der Gleisabstand sein.

Die Kosten für eine Vergrösserung des Gleisabstands wohl nciht so enorm - ausser eben im Tunnel.

6 Züge pro Stunde auslasten schafft man bei der geringeren schweizerischen Bevölkerungsdichte leider nicht.


1. Zürich und Amsterdam sind etwa gleich groß. Genauso Eindhoven und Bern.

Neee, das liegt Faktor 2 dazwischen.

Zürich: 380'000
Amsterdam: 770'000
Bern: 120'000
Eindhoven: 210'000

2. Wenn wir 10-Minutentakt haben, habt Ihr die neuen IC-Triebwagen und könnt Ihr auch die Auslastung besser steuern.

Schön wär's ja, wir werden sehen. Voraussetzung ist aber auf jeden Fall der Vierspurausbau, und das dauert noch lange. Deutlich nach 2020.

Nachteil ist allerdings, dass wegen hoher Kapaität und kurzer Bahnsteige man auf Doppelstock gezwungen ist. Spurtstarke Fahrzeuge a la ET425NL, welche einen raschen Fahrgastwechsel ermöglichen, kämen in CH wohl nicht in Frage.

Einstöcktig geht definitiv nicht: Zu Stosszeiten werden die 300m-Züge an den 300m-Bahnsteigen im 15'-Takt randvoll, und mehr Züge kriegt man auf den meisten Linien nicht mehr durch den Hauptbahnhof. Die neuen Stadler-Doppelstöcker bringen kleine Verbesserungen bei der Haltezeit: Keine Loks mehr (wo man nicht einsteigen kann), keine Wagen nur mit erster Klasse, maximal 1 Wagen Distanz bis zur ersten Klasse, sehr grosse Multifunktionsabteile als Pufferzonen.

NL hat sich mittlerweile viele Taktknoten verabschiedet; nur Eindhoven ist noch ein echter Taktknoten mit Umstiegen in allen Richtungen. In anderen Städten stimmt das nur teilweise oder stark ausgedehnt.

Bei 10'-Takt kann man sich das natürlich leisten. Es gibt sicher ein paar Verlierer (z.b. wenn der Vor- und Nachlauf schlechten Takt hat, können die Umsteigezeiten unangenehm werden) dafür aber auch viele Gewinner durch die kürzeren Haltezeiten.

Und wenn es auch bei Euch so weiter geht, bin ich mir sicher: irgendwann wird das auch auf ZH-BE v.v. der Fall sein.

Bin immer noch skeptisch: Was macht man mit St. Gallen-Zürich und Bern-Lausanne? Dort ist 10'-Takt kaum umzusetzen weil zweispurig, zudem lässt sich ein 15'-Takt auf dieser Linie nicht zu einem 10'-Takt auf Bern-Zürich verstärken, höchstens zu einem Hinketakt. Oder gleich ein 7.5'-Takt :)


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