CH: Rennbahn BE-ZH? (Allgemeines Forum)

hfrik, Dienstag, 07.05.2013, 13:03 (vor 4721 Tagen) @ hfrik

zum Thema Kapazitätsengpässe - nun wenn man den Modal Split in Richtung ÖV verschieben will, braucht man dort auch die entsprechenden Kapazitäten.
Und eine solche Zeitensparung von 30 min wirkt natürlich auch weit in das jeweilige Umland hinein, sowie entlang anderer Strecken, mache eben gewisse umwege, die beim ÖV notwendig sind und beim MIV nicht durch die höheren Geschwindigkeiten wieder wett, bzw bügelt über die attraktiveren Fahrzeiten die Vorbehalten gegenüber ÖV weg.
Ich kenne durchaus eingefleischte Autofahrer, die normalerweise nie einen Fuss in einen zug setzen würden, die aber nach eine 2:15 Fahrt von Stuttgart nach Köln erst einmal vom System Eisenbahn restlos begeistert sind. Da sind dann die sonst störenden Mitreisenden und Schaffner auf einmal völlig akzeptabel.
Bezügleich Tunnel - das ist richtig mit dem Luftwiderstand, von dem her werden hinreichend grosse Ausbruchsquerschnitte benötigt werden. Dafür haben Tunnel kein Lärmproblem und verbrauchen keine Flächen, und haben auch keine Zerschneidungswirkung.
Und der Energieverbrauch liegt nach wie vor deutlich unter dem Energieverbrauch der PKW.
und die quadratische Kennlinie des Energieverbrauchs betrifft auch nur den Luftwiderstand, nicht aber Roll- und Kurvenwiderstände sowie ggf. notwendige Hubarbeit. Das relativiert sich dann wider - rechnet man z.B. die sTrecke über die Geislinger Steige und NBS Wendlingen-ulm gegeneinander, und nutzt dafür nicht den einfach ICE-3 sondern die DOppeltraktion, und rechnet solche sachen wie die Kurvenwiderstände ein, die bei den damals publizierten Papier der Ingenieure 22 "vergessen" wurde, und auch die unterschiedlichen sTreckenlängen, sieht das auf der Energieseite je Fahrgast schon nicht mehr so schlimm aus - vor allem wenn der Strom eben aus erneurbaren Quellen kommt. Andererseits ist so eine gesparte halbe Stunde eben auch viel Wert - sie kurbelt die Wirtschaft an, und ist auch einfach gesparte Lebenszeit - die dann zwar vielleicht wieder für anderes vergäudet wird, aber das ist dann die Entscheidung des Einzelnen.
Ein GA mit Untescheidungen wäre aus meiner Sicht durchaus akzeptabel - es bleiben ja mit einem GA ohne Zusatz immer noch alle Stationen erreichbar, nur eben nicht alle Zugsitze - ist im Prinzip nich so viel anders als ein GA 2. Klasse gegenüber einem GA 1. Klasse - dann gäbe es eben noch ein GA Klasse 2a und eines Klasse 2b.
Auf der KRM kann die Bahn durchaus relevante Mehrerlöse je Ticket erreichen, wer sparen will hat nach wie vor die alten IC's am Rhein entlang.
und als Firma können wir von stutgart aus deswegen sinnvoll für das gesamte Ruhrgebiet und Rheinland anbieten, teilweise bis in die Niederlande hinein, was mit der alten Strecke kaum darstellbar war.


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