Mich erschreckt die Oberflächlichkeit des Gesetzgebers (Allgemeines Forum)

gnampf, Montag, 16.05.2022, 11:01 (vor 1396 Tagen) @ GUM

für mich sieht das Ganze wie eine ziemlich hektische Aktion aus. Es ist praktisch nichts richtig durchdacht.

Man will den Kram halt nicht erst in 3 Jahren bringen, die unsere lieben Denker sonst sicherlich brauchen wuerden. Eigentlich haette das ganze sogar schon vor ueber 1 Monat passieren muessen.

Die Einnahmenausfälle werden die Bahnen noch Jahre beschäftigen. Insbesondere die Fahrgastwanderung von Fernverkehr auf Nahverkehr wird Löcher hinterlassen.

Welche Einnahmenausfaelle? Die meisten Bahnen sehen von den Ticketeinnahmen wohl gar nichts, sondern erhalten einen Fixbetrag je gefahrenen km. Ggf. mit Bonus fuer Qualitaet oder gesteigerte Verkaeufe... letzteres waere hier wohl sogar der Fall. Mehr Zuege oder Personal werden sie auch nicht einsetzen, ausser der Aufgabentraeger beauftragt sie dazu... und bezahlt das dann auch. Also die Bahnen wird das ganze wohl eher freuen.

Und was die Aufgabentraeger angeht kommt es dann auf die Kostenverteilung an. Wenn der Bund wie versprochen die Einnahmenausfaelle ausgleicht, dann haben auch die keinerlei Nachteile. Einnahmenausfaelle werden natuerlich errechnet auf Basis der normalen Nutzung. Fuer jemanden, der jetzt umsteigt in der Zeit, gibts kein Geld... es wird ja auch kein zusaetzlicher Zug dafuer fahren, kein Wagen angehaengt, etc., sondern das Angebot bleibt wie es ist. Dem Aufgabentraeger entstehen durch den weiteren Fahrgast also auch keine weiteren Kosten. Da er ihn selbst nicht angeworben hat braucht er aber auch nicht noch davon profitieren.
Aber am Ende versuchen jetzt natuerlich die Laender, ihren OePNV darueber dann gleich mal komplett vom Bund finanzieren zu lassen. Und sowas wie Koenig Markus muss natuerlich sowieso dagegen sein.


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